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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

16. Dezember 2017 | 12:15 Uhr

Neukloster : Unendliche (Radweg-)Geschichte

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Ministertreffen mit Kommunalpolitikern und der „Radinitiative L 031“ am Amtssitz in Neukloster. 3. Sternfahrt-Demo startet am 7. Oktober.

von
erstellt am 05.Aug.2017 | 12:40 Uhr

Zur „Unendlichen Geschichte“, aber diesmal nicht wie im Roman von Thomas Ende, wird der straßenbegleitende Radweg entlang der Landesstraße 031 zwischen Ventschow und Warin. Die „Radinitiative L 031“ organisierte bereits zwei Demos, die dritte Sternfahrt ist für den 7. Oktober geplant. Auf dem kurvenreichen, schmalen und vielerorts mit Leitplanken eingegrenzten Asphaltband von 8,7 Kilometern ist für Radler bei Gefahr ein Ausweichen nahezu unmöglich.

Im Sitz des Amtes Neukloster-Warin kam es zu einem Treffen mit Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD), zuständig auch für die straßenbegleitenden Radwege an Bundes- und Landesstraßen. Dabei waren Adolf Wittek, Bürgermeister von Passee und Amtsvorsteher, Dettlef Lukat, Bibows Bürgermeister, Vertreter der „Radinitiative L 031“ sowie Unterstützer. Deren Sprecherin Barbara Reimer aus Neuhof präsentierte die (Radwegs-)Agenda seit 2008. Pegels Amtsvorgänger, der damalige Verkehrsminister Volker Schlotmann, hatte 2008 beim Treffen in der Wariner Gaststätte „Sandhasen“ fest versprochen, dass der Radweg „bis spätestens 2015“ gebaut werde. Das ist lange her. Derweil rückte der Radweg an der L 031 in der Prioritätenliste des Nordwestkreises immer weiter nach hinten. Kritik musste vor Monaten der Vorsitzende des kreislichen Bauausschusses, Neuklosters Bürgermeister Frank Meier einstecken, weil er sich nicht genug für seine Region eingesetzt hätte und plötzlich u.a. ein Radweg auf Poel vorgezogen wurde (SVZ berichtete). Für Adolf Wittek sind die Vorwürfe nicht ganz nachvollziehbar: „Poel war nur eine ganz kleine Maßnahme und der Planungsstand weit fortgeschritten.“ Entlang der L 031 fehle es laut Amtsvorsteher „bisher an der Endplanung und ohne die kann nicht gebaut werden“. In Sachen Radtourismus spricht sich Wittek zudem „für Brückenwege zwischen Warin und Rerik aus, um mehr Leute von den Ostseebädern ins Binnenland zu lotsen. Das geht nur über naturnahe Wege, neben Radwegen auch naturbelassene. Aber die müssen gepflegt werden“.

Den L 031-Radweg umsetzen kann nur das Straßenbauamt Schwerin. „Warum kommt man nicht auf die Idee, schon mal mit einem Teilstück zu beginnen?“, fragt Reimer. „Die Grundstücksfragen waren vor Jahren schon geklärt“, so Wolf-Dietmar Vetter, Vorstandsvorsitzender der Wariner Pflanzenbau eG.

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