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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

15. Dezember 2017 | 19:11 Uhr

Brüel : Unbedingt weitermachen!

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Bürgermeister Jürgen Goldberg würdigte auf Neujahrsempfang der Stadt Brüel ehrenamtliches Engagement.

svz.de von
erstellt am 24.Jan.2014 | 17:23 Uhr

Die Brüeler Blasmusik spielte von der Galerie und hieß die Gäste des Brüeler Neujahrsempfanges am Donnerstagabend musikalisch im Atrium der Schulen auf dem Vogelstangenberg willkommen. Mit wunderbaren Texten und kindlicher Begeisterung spielte sich der Chor der Grundschule „Die Schulhofspatzen“ unter Leitung von Sandra Sulkowski in die Herzen der vielen Zuhörer. Johanna Zimmer auf der Blockflöte, Maite Appelt mit Gesang und Kim Sulkowski – einst selbst ein „Schulhofspatz“ und jetzt Schülerin an einem Gymnasium in Schwerin – am Klavier rundeten mit ihren Soloauftritten das mit viel Beifall bedachte Programm ab.

Bei allem nach vorne schauen wolle er das vergangene Jahr nicht außer Acht lassen, gab Bürgermeister Jürgen Goldberg auf dem Neujahrsempfang die Richtung vor. Die Investition in Golchen konnte bis zum Jahresende im Wesentlichen abgeschlossen werden; Kanalbau, Fahrbahn, überfahrbarer Gehweg und die neue Beleuchtung sind fertig gestellt. Anfang November wurde die fast neue Kindereinrichtung auf dem Mühlenberg übergeben. Allerdings, so musste Goldberg auch informieren, habe es im neu sanierten Gebäude einen Wasserschaden gegeben, der in den kommenden Wochen behoben werden müsse. „Da Stadt und Gemeinden an der Investition beteiligt waren – die rund 600 000 Euro beträgt – erwarten wir eine zügige Lösung im Interesse der Kinder, Erzieherinnen und Eltern“, erklärte er. In 2013 wurden das so genannte Armenhaus in der Wariner Straße – zugleich letzte Maßnahme innerhalb der Städtebausanierung – in guter Qualität saniert und das Stift verkauft. Mit Letzterem, in dem bereits kräftig gewerkelt werde, bleibe auch ein Brüeler Baudenkmal erhalten. Und im Haus in der Wariner Straße 11 wären die Bewohner nach eigenen Worten sehr zufrieden.

Viel Lob zollte der Bürgermeister all jenen, die sich für das Gemeinwohl eingebracht haben und einbringen. Das koste Kraft, verlange Ausdauer und Geduld, bringe aber sehr viel Freude und Zufriedenheit. Beispielsweise erfreue im April und Mai die Blütenpracht in der Innenstadt und auf Außenflächen Gäste und Einwohner. Flächen am Baum- und Bienenlehrpfad zum Galgenberg seien beräumt, bepflanzt und zum Teil neu gestaltet worden. Goldberg appellierte, dass hier „alle unbedingt weiter machen sollten, nicht nur wegen der floralen Schönheit, sondern um unsere Lebensumwelt nachhaltig zu gestalten und zu erhalten“. Wie Imkerverein, Sport- und Kulturvereine, Feuerwehr, Kirchengemeinde..., zählte der Bürgermeister auf und bedankte sich stellvertretend bei Rita Klammer, Sylke Völzow, Sandra Sulkowski und der Brüeler Blasmusik mit einem kleinen Präsent. Eine Blume überreichte er an Marlies Kleve, Renate Bründel, Anke Zelas, MdLBarbara Borchardt und Christine Klingohr für den Golchener Hof.

Der Bürgermeister wollte an diesem Abend aber auch eine Thematik nicht aussparen, die viele Bürger beunruhige. „Dass in Keez, Thurow, Necheln eine Großinvestition durch den Agrarhof erfolgen soll, die in die Lebenswelt massiv eingreifen wird. So gut und nützlich Investitionen sind, wir leben im Naturpark. Vielfalt der Arten von Flora und Fauna muss erhalten bleiben. Nur Raps und Maisfelder sind zu wenig für Touristen und uns selbst“, erklärte der Bürgermeister. Und bekam spontan Beifall, dafür. Jürgen Goldberg appellierte, „maßvoll und sehr verantwortungsvoll“ zu handeln, wenn Entscheidungen zu treffen sind, haben diese doch „große nachhaltige Auswirkungen“.

Für die Stadt Brüel stünde derzeit die weitere Beratung des Haushaltes an, um ihn beschließen und dann investieren zu können, beispielsweise im Roten See Weg, gab der Kommunalpolitiker und Gastgeber des Abends den Ausblick auf 2014.

Viel Stoff zum Diskutieren boten Goldbergs Ausführungen, aber auch Zeit für eigene Ideen und Gedanken blieb an diesem Abend im Schulatrium. „Mich interessiert, was der Bürgermeister sagt und was in der Stadt passiert“, meinte die ehemalige Kindergärtnerin Gisela Lallemand. Dass sei ihr auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Berufsleben wichtig. Für Peter Davids, Blankenberger Bürgermeister, ist das Kommen aus der Nachbargemeinde eine „schöne Pflicht“. Man könne zudem Kontakte knüpfen und sich austauschen. Auch Siegmund Ludwig, der in Brüel einen Malerhandwerksbetrieb führt, und seine Frau Marianne Ludwig, die über 22 Jahre in der Volkshochschule in Brüel ihren Dienst leistete, gehen immer wieder gern zu den Neujahrsempfängen, wie Siegmund Ludwig sagte. Man lebe in Brüel und da gehöre das für sie selbstverständlich dazu. Zudem erfahre man Neues.

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