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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

22. November 2017 | 16:11 Uhr

Sternberg : Unart: Restmüll in der Biotonne

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Hermann Ritz sorgt für Ordnung und Sauberkeit an drei Containerstellplätzen in Sternberg und sucht auch das Gespräch mit Mietern

von
erstellt am 02.Nov.2017 | 21:00 Uhr

Heute morgen macht Hermann Ritz wieder seinen Kontrollgang - wie an jedem Freitag, Montag und Mittwoch. Der Sternberger kümmert sich um die Containerstellplätze in der Karl-Marx-Straße 21, 12 und 4 in seiner Stadt, die den Mietern eines Wohnungsbauunternehmens vorbehalten sind. Geschützt mit Handschuhen, Arbeitsanzug und - wenn erforderlich - sogar Mundschutz, öffnet er die Schleusen, hinter denen sich die beiden großen Tonnen für den Restmüll verbergen, kontrolliert Füllmenge und Technik.

Dann sind die Biotonnen an der Reihe. Obwohl gleich nebenan eine nur für Plastiktüten steht, muss er auch an diesem Morgen wieder welche herausnehmen, vollgepackt mit Lebensmitteln. „Das ist dann auch nur noch Restmüll. Der Mieter braucht doch nur die Tüte auszukippen und in die andere Tonne zu geben“, ärgert er sich. Und ebenso darüber, dass in der Biotonne immer wieder Müll entsorgt wird. „Eine Frechheit“, findet er deutliche Worte.

„Ich kümmere mich auch um die gelben Säcke, die alle 14 Tage abgefahren werden. Wenn dort aber Sachen drin sind, die nicht hineingehören, bleiben sie liegen, ich muss sie aufreißen und nachsortieren. Das höchste waren einmal 38 Säcke von allen drei Standorten. Da habe ich zwei Tage gebraucht“, sagt Hermann Ritz. Gefunden habe er darin schon Schuhe, Speisereste, Hygieneartikel, sogar Rasierklingen, an denen er sich einen Finger zerschnitten habe, aber auch Pappe und Papier, auf denen noch eine Adresse stand. Letzteres sei gleich an den Vermieter weitergegeben worden.

„Das mit den gelben Säcken hat sich gebessert“, sagt Hermann Ritz. Jetzt müsse er maximal zwischen fünf und zehn nachsortieren.

„Durch die Arbeit von Hermann ist es an den Containerplätzen jetzt sauber und ordentlicher“, lobt Lilli Pöppelow, die in der Karl-Marx-Straße wohnt. Einig ist sie sich mit Anwohnerin Helga Lehmann auch darüber, dass jeder in der Straße weiß, was er für eine gute Arbeit leistet. „Er meckert nicht, sondern hilft, Mißstände zu beseitigen“, sagt Lilli Pöppelow.

Hermann Ritz arbeitet für imvisio, einem Dienstleister, der vorrangig in der Wohnungswirtschaft aktiv ist und in Sternberg Containerstellplätze sowohl für die Sternberger Wohnungsbaugesellschaft als auch für die Wohnungsbaugenossenschaft betreut. „Herr Ritz ist sehr hinterher, wir sind sehr froh, dass wir ihn haben“, erklärt Annett Pilz. Sie ist im Unternehmen unter anderem für die Betreuung der Mitarbeiter vor Ort zuständig.

„Mir macht die Arbeit Spaß“, sagt der Sternberger. Dazu gehört unter anderem auch, dass er die Flächen fegt und die Container einmal im Monat von innen säubert.

 Seit er die Arbeit im Februar übernommen hat, ist vieles besser geworden, meint er. Beispielsweise liege nicht mehr so viel neben den Tonnen. Er suche auch das Gespräch mit Mietern und wenn er etwas sehe, was nicht richtig sei, gebe er freundlich Hinweise. Nicht in Ordnung sei, wenn Leute aus der Stadt ihren Restmüll in die Biotonnen in der Karl-Marx-Straße kippen, was ein Anwohner beobachtet habe, sagt Hermann Ritz. Und erzählt, dass er auch schon einen kleinen Verbesserungsvorschlag gemacht hat. „Die Öffnung in der Tütentonne wird jetzt durch einen kleinen Deckel geschützt“.

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