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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

16. Oktober 2017 | 23:56 Uhr

Warin : Umbau alter Turnhalle beschlossen

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Als Lagerraum genutztes Gebäude soll Gemeinschaftshaus für Warin werden / Bei Förderung unter 75 Prozent berät Stadtvertretung neu.

von
erstellt am 27.Okt.2015 | 16:34 Uhr

Der Sporthalle an der Grundschule „Fritz Reuter“ hat die Sanierung in diesem Jahr gut getan. Schul- und Vereinssport finden moderne Bedingungen vor. Die alte Turnhalle schräg gegenüber in der Schulstraße, der rote Backsteinbau neben der ehemaligen Grundschule und heutigen Kindertagesstätte, dient dagegen seit Jahren nur noch als Lagerraum. Die Überlegung, daraus eine Stadthalle zur gemeinschaftlichen Nutzung etwa für Vereine, Seniorentreffen, Lesezirkel oder größere Veranstaltungen zu machen, fand bereits die Zustimmung der Stadtvertretung. Denn solche Räumlichkeit fehlt bislang in Warin. Die vorhandenen städtischen Gebäude, wie die Sporthalle, sind ausgelastet oder zu klein, im Rathaus hat das Naturparkzentrum sein Domizil. Das neue Parkett in der Sporthalle müsste zudem jedes Mal aufwändig ausgelegt werden.


Bei Veranstaltungen immer auf Wanderschaft


Wenn die Stadt einlädt, finden die Veranstaltungen im ehemaligen Gemeindehaus in Klein Labenz, im Hotel am Wariner See, dessen Saal aber nicht immer zur Verfügung steht, oder auch mal bei der freiwilligen Feuerwehr statt, wo der Platz allerdings ziemlich begrenzt ist.

Auf ihrer Sitzung in der
vorigen Woche beschloss die Stadtvertretung nun bei
fünf Stimmenthaltungen den Umbau der alten Turnhalle. Der Bauausschuss hatte bereits Ende August sein Einvernehmen erteilt. Die alte Turnhalle eigne sich nach Größe und Lage für Versammlungen, aber auch Veranstaltungen oder Sitzungen der Ausschüsse der Stadtvertretung.

Die Gesamtsumme einschließlich der Baunebenkosten beträgt nach einer Schätzung des Planungsbüros 546 000 Euro. Für die an dem Gebäude notwendige Sanierung kann über die Richtlinie zur Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung (ILERL) ein Zuschuss eingeworben werden. So war es in der Beschlussvorlage formuliert. Da der Umbau zum Gemeinschaftshaus als Leitprojekt im Integrierten ländlichen Entwicklungskonzept (ILEK) für den Landkreis Nordwestmecklenburg dargestellt sei, werde eine Förderung von drei Viertel der förderfähigen Kosten beantragt. Damit verblieben für die Stadt 136 500 Euro als
Eigenmittel. Nach schon voran gegangener Zustimmung der Stadtvertretung sei der jetzige Beschluss notwendig, um den Förderantrag stellen zu können, erklärte Bürgermeister Michael Ankermann.

Welche Kosten dann bei der Nutzung nach dem Umbau auf die Stadt zukommen, wollte Hans-Peter Gossel noch wissen. Wenngleich wie bei der Sporthalle an der Grundschule eine moderne Heizung und sparsame LED-Beleuchtung eingebaut werden, würden freilich Kosten für Strom, Wasser und Heizung anfallen, räumte der Bürgermeister ein. Die sollten durch Eintrittsgelder bei Veranstaltungen, von denen dann „hoffentlich viele“ dort stattfinden, aufgebracht bzw. sie müssten in den Haushalt eingestellt werden.

Ein gewisses Risiko bleibe der Anteil der Förderung, klang aus der kurzen Diskussion zu der Beschlussvorlage heraus. Hans-Peter Gossel brachte den Vorschlag auf den Tisch, dass die Stadtvertretung noch einmal über das Vorhaben berät, sollte die Förderung unter 75 Prozent liegen. Damit konnte sich auch Barbara Meier anfreunden. Ein höherer Eigenanteil würde die Stadt einfach überfordern. Mit der vorgeschlagenen Ergänzung passierte das Papier die Abstimmung.

Der Bürgermeister machte aber auch kein Geheimnis daraus: Einzige Alternative wäre ein Abriss des Gebäudes.

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