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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

24. Oktober 2017 | 09:49 Uhr

Sternberg : Über Vereine Stadt kennen lernen

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Schulsozialarbeiterin Irena Dombrowa sucht für Projekte Kontakt zu Sternberger Vereinen. Im Oktober Pilzwoche an der Förderschule

von
erstellt am 29.Jul.2016 | 20:00 Uhr

Dass ihm so viele zugucken, beeindruckt Timo nicht. Der 15-Jährige hält die Angel ruhig in der Hand, wirft und hat am Magneten, den es statt eines Haken gibt, einen „Fisch“ hängen. Timo geht in die Sternberger Förderschule und war an diesem Vormittag mit weiteren Mädchen und Jungen, mit Schulsozialarbeiterin Irena Dombrowa und Lehrerin Sabine Schürer auf dem Gelände des Angelsportvereins (ASV) Sternberger See zu Gast. Das Team Hechtkönig um den Witziner Alfredo Jodzeck hatte jede Menge Betätigungsmöglichkeiten vorbereitet. Da gab es beispielsweise Zielweitwurf, mussten Fische ihren Namen zugeordnet werden oder wurde ein Schatz bei einem Tauchgang aus dem See gehoben. „Den Kindern macht es ganz viel Spaß und sie können ihre Feinmotorik stärken. Es gibt so viele Spiele ohne Leerlauf“, freut sich Irena Dombrowa.

Für Timo steht schon fest, dass er dem Sternberger ASV beitreten will, „weil er hier auch zur Schule geht. Die Prüfung zum Fischereischein hat er schon in einem Projekt an der Schule erfolgreich abgelegt“, sagt Dombrowa.

Als Schulsozialarbeiterin vernetze sie sich viel mit Sternberger Vereinen, schaue, welche Projekte gehen und wen sie einbinden könne. „So bekommen die Schüler gleichzeitig eine Möglichkeit, Vereine kennen zu lernen“, begründet sie.

Mit Projekten habe sie sehr gute Erfahrungen gemacht, sie seien gut geeignet, um die Einzel- und Gruppenarbeit zu fördern, weiß die Schulsozialarbeiterin. Zum Ende des Schuljahres waren alle Kinder aus beiden Schulteilen der Förderschule im Wismarer Tierpark. „Die Kinder konnten sich selbstständig bewegen, weil der Tierpark nicht so groß ist. Es gab ganz viele Möglichkeiten, Kontakt zu Tieren zu bekommen“, sagt Sabine Schürer. Eigens in die Schule hatte Irena Dombrowa auch zwei Gössel mitgebracht, die vorsichtig angefasst werden durften. Und gut angekommen sei ebenso der Besuch von Hundeverhaltenstrainerin Helga Kastirke, die gleich vier Hunde mitgebracht hatte. „Die Kinder haben gestaunt, wie die gehört haben. Wir wollen das Projekt wiederholen. Sie lernen, Achtung gegenüber Tieren zu haben“, so Irena Dombrowa.

Auch jetzt in den Sommerferien hat die Schulsozialarbeiterin Angebote gemacht. Beim Anglerverein konnten Fische geräuchert werden, es gab Ausflüge zum Kamelhof in Sternberger Burg und zum Schweriner Fernsehturm. Beim Besuch des Diakoniewerkes Kloster Dobbertin lernten die Mädchen und Jungen die dortigen Arbeitsmöglichkeiten kennen. „Ich möchte ihnen die Angst davor nehmen, was nach der Schule kommt, wenn auch die vertrauten Lehrer fehlen“, sagt Dombrowa. Die Angst nehmen wolle sie auch den Kindern, die sich eine Zugfahrt nicht zutrauten. Und so wurde in Blankenberg in den Zug gestiegen...

Allerdings hätten es Dorfkinder schwer, in den Ferien Angebote in der Stadt zu nutzen, bedauert sie. Es wäre gut, wenn Sozialarbeitern an bestimmten Tagen ein Fahrzeug zur Verfügung stände, wünscht sie sich. „Denn wenn kein Schulbus fährt und die Eltern arbeiten, können sie die Kinder auch nicht fahren.“

Auch wenn jetzt erst einmal Sommerferien sind, Dombrowa bereitet bereits ein großes Projekt im Oktober vor. Dann soll es an der Förderschule eine Pilzwoche mit Ausstellung geben. Dazu will sie, die ehrenamtlich auch als Pilzberaterin tätig ist, alle Sternberger Schulen und Kindereinrichtungen mit ins Boot holen. Helfer und Sponsoren seien ebenfalls willkommen, sagt sie. „Auf einer Pilzwanderung auf der Halbinsel haben die Schüler schon giftige und ungiftige Pilze kennen gelernt. Für die Ausstellung haben sie schon Kästen gebaut. Und der Verein Dialog + Action stellt auf Lütt Acker eine Fläche zur Verfügung“, freut sie sich auch über diese Zusammenarbeit.  

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