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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

25. November 2017 | 07:06 Uhr

Sternberger Kuchen : Über Steine und deren Geschichte

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Mit der überregionalen Bedeutung des Sternberger Kuchens sollte laut Geologe Detlef Uebersohn das Heimatmuseum mehr wuchern.

svz.de von
erstellt am 29.Dez.2015 | 17:04 Uhr

Die Steine und deren Geschichte sind seine Welt. Auf den Endsechziger Detlef Uebersohn aus Kobrow, der einst als Umweltgeologe tätig war, üben Mineralien seit Jahrzehnten eine Faszination aus. Bis auf Australien hat Uebersohn, der seit 2007 zusammen mit seiner Frau Hannelore in Kobrow lebt, sämtliche Kontinente bereist und „befundet“. Ein Teil der versteinerten Zeitzeugen sind in seinem kleinen Kobrower Mineralienkabinett zu sehen.

Sein Traum eines größeren Museums für die in die Tausende gehenden Schätze, darunter allein ca. 400 Funde des „Sternberger Kuchens“ aus der Kobrower Kiesgrube, ist indes bisher unerfüllt. Nicht wie von ihm erhofft in Kobrow als weitere Attraktion zum Kutschenmuseum noch im nahen Sternberg. Im dortigen Heimatmuseum gibt es eine kleinere Sammlung jenes Sedimentgesteins, das wegen der vielen Vorkommen seit 300 Jahren um die Kleinstadt herum den Namen Sternberger Kuchen trägt.

Für Detlef Uebersohn ist das nicht richtig gewürdigt. „Der Sternberger Kuchen sollte im Mittelpunkt des Museums stehen, die vielen Funde sind von überregionaler Bedeutung“, betont er. Im westfälischen Bünde, wo der Sternberger Kuchens auch vorkomme, habe man „extra ein regionales Museum für die Funde gebaut“, so Uebersohn. In Dänemark sei dies allgemein üblich. So gebe es auf Møn ein Kreidemuseum und in Faxe stehe beim dortigen großen Steinbruch gleich nebenan ein großes Museum für die Fundstücke. Auch das Kreidemuseum auf Rügen sei für den Kobrower ein Beispiel, „wie man regionale Geologie besser vermarkten kann“.

Doch ist das für die knapp 4500-Einwohner-Stadt Sternberg nicht eine Nummer zu groß? Aktuell ist die Erstellung des Entwicklungskonzeptes für das örtliche Heimatmuseum eines von 27 geförderten Projekten im Zeitraum 2015/16 für die Leader-Region Warnow-Elde-Land (SVZ berichtete). „Leader“ finanziert sich aus EU-Mitteln für ländliche Entwicklungsräume.

Darauf nimmt Detlef Uebersohn Bezug und bietet seine fachliche Unterstützung an. „Für mich hat das Heimatmuseum bisher eher den Charakter einer Heimatstube“, so der Kobrower. Er spielt dabei auf „Wäschetruhen, Puppen, Leinentücher“ an. Auch das sind Zeugnisse der Vergangenheit, die Besucher anlocken. Zugleich ist die Art der Präsentation des Sternberger Kuchens mit seiner überregionalen Bedeutung beim künftigen Heimatmuseum-Konzept überlegenswert. Detlef Uebersohn bietet seine Mitarbeit an…

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