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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

22. November 2017 | 21:37 Uhr

Alt Necheln : Über Konflikte mit Bibern und Lösungswege

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Am kommenden Sonnabend findet in Alt Necheln der 17. Bibertag mit Vorträgen und Exkursionen statt

von
erstellt am 13.Apr.2016 | 12:01 Uhr

Am kommenden Sonnabend, dem 16. April, treffen sich in Alt Necheln Fachleute und weitere interessierte Naturfreunde zum 17. Bibertag MV.

Am 20. Mai 2000 fand hier der erste statt, verbunden mit der Eröffnung des von Peter Wilhelm Lindemann eingerichteten Hauses Biber & Co, in dem auch der Naturschutzbund-Regionalverband Parchim (Nabu) seinen Sitz hat. Das Haus kann am Sonnabend besichtigt und Informationsmaterial erworben werden.

Nicht nur der Veranstaltungsort wurde beibehalten, auch das Angebot mit Vorträgen und Exkursionen hat sich bewährt. Und so erwartet die Besucher am Sonnabend wieder eine Mischung aus Praxiserfahrungen, Projekten und Bildimpressionen aus Biberrevieren.

Wie die Veranstalter – die Landeslehrstätte für Naturschutz und nachhaltige Entwicklung MV am Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (Lung), der Nabu-Regionalverband Parchim e.V. und der Naturpark Sternberger Seenland – ankündigen, zeigt der Eröffnungsvortrag „Biber – Landnutzungskonflikte und Lösungen aus der Praxis im Naturpark Sternberger Seenland“ von Jan Lippke und Gottfried Seifert anhand von Beispielen aus der Praxis des Naturparkes auf, wie Konflikte mit dem Biber gelöst und ein positives Zusammenleben mit ihm ermöglicht werden können. Die „Biberbeobachtungen an der Warnow“ von Dr. Günter Gubsch geben in kurzen Filmsequenzen einen Einblick in das Leben der Tiere in der Region. Anke Willharms stellt das Allerprojekt vor. Das beschäftigt sich mit der Revitalisierung eines Flusses in Niedersachsen.

Auch im Ökosystem Moor hat der Biber seinen Platz, wie die „Impressionen aus Biberrevieren in MV“ von Naturfotograf Jürgen Reich zeigen. Franziska Neubert und Mario Krüger stellen zudem die Ergebnisse der aktuellen landesweiten Biberrevierkartierung und des seit vielen Jahren laufenden Biber- Monitorings im Naturpark Sternberger Seenland vor.

Der Bibertag beginnt um 9.30 Uhr im „Pferdestall“ von Caroline Lindemann. Nach der Mittagspause ab 12.20 Uhr geht es um 13.15 Uhr mit den Exkursionen weiter. Zu den Orten wird mit Privat-Pkw gefahren, macht der Veranstalter aufmerksam. Naturparkleiter Volker Brandt führt Interessierte in ein Biberrevier im Warnowtal bei Gädebehn, Margot Rossow zum Kesselmoor Schönlage und Mario Krüger zum Zaschendorfer Torfmoor. Der 17. Bibertag endet gegen 16 Uhr. Die Pausenversorgung erfolgt durch einen regionalen Anbieter. Als Getränk wird es Apfelsaft von der Streuobstwiese in Alt Necheln geben. Zum Tag sind Biberfreunde und alle anderen Interessierten herzlich eingeladen. „Es kommen vor allem Fachleute aus Naturschutzverbänden und Behörden“, weiß Jan Lippke, stellvertretender Naturparkleiter, aus den Vorjahren. Aber auch für Obst- und Kleingärtner gibt es in den Vorträgen und während der Exkursionen viel Wissenswertes zu erfahren. „Unser Anliegen ist es zu zeigen, wie man mit dem Biber umgehen kann“, sagt Lippke und verschweigt nicht, dass es in bestimmten Fällen auch Ausnahmegenehmigungen für das Entfernen eines Biberdamms gebe. Oftmals würden Teilnehmer des Bibertages in den Folgejahren die gleiche Exkursion wählen, „weil sie sehen können, wie sich ein Gebiet entwickelt hat“. Ein Beispiel dafür ist das Zaschendorfer Torfmoor. „Eine bessere
Renaturierung als durch den Biber geht nicht. Dort ist richtig Torfwachstum garantiert“, weiß Jan Lippke.

 

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