Alle Wetter : Trotz Wintersonne: Flusspegel kaum gesunken

Der Brüeler Bach in der Siedlung in Brüel.
Der Brüeler Bach in der Siedlung in Brüel.

Warnow und Mildenitz kratzen nach wie vor fast an den Höchstwerten.

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10. Februar 2018, 10:21 Uhr

Trockene, klare Winterluft mit Nachtfrösten bis teilweise minus neun Grad Celsius – und Sonne pur statt des wochenlangen Dauerregens zuvor. Das tut nicht nur menschlichen Gemütern gut, sondern auch der Landschaft. Denn Gräben, Bäche und Seen der Region sind übervoll.

Das Reservoir vieler Seen ist nahezu ausgeschöpft. Der Schweriner See ist randvoll. Die Mecklenburger Oberseen, zu denen u.a. der Plauer See zählt, waren Ende Januar zu 91 Prozent gefüllt. Am maximalen Stauziel fehlten fünf Zentimeter.

Die Situation in den Flüssen hat laut dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg (Stalu) die eines mittleren Hochwassers erreicht. Das zeigen nicht nur die ermittelten Durchflusswerte der Müritz-Elde-Wasserstraße, wo im Januar 2018 teilweise eine Verdopplung gegenüber den jahrelangen Durchschnittswerten gemessen wurde.

Gleiches stellt der Betrachter im Sternberger Seenland fest. Der Brüeler Bach, der über den Tempziner See und dann weiter bis in die Warnow fließt, ist längst über die Ufer getreten und hat sich auf den Wiesen links und rechts in der Brüeler Siedlung breit gemacht.

Auch die Pegelstände der beiden größten Flüsse der Region, die Trotz trockener Winterluft in dieser Woche ist ein signifikantes Sinken der Pegelstände nicht ablesbar, so gesättigt sind die Böden. Der Warnow-Pegel im Durchbruchstal bei Groß Görnow gestern immer noch 100 Zentimeter, nachdem am 1. bis 5. Februar der Rekordwert vom 4. Januar dieses Jahres (105 cm) egalisiert wurde. In Richtung Warnow-Unterlauf am Pegel Gädebehn sank der Wert indes auf 43 cm (Höchstmarke 50 cm/11. Januar 2018). Die Mildenitz wies gestern am Pegel Borkow einen Stand von 49 cm auf, nur einen Zentimeter unter der Höchstmarke vom 4. Januar. Zum Vergleich: Am 9. Februar 2017 waren es 26 cm. Und auch die Bresenitz, die an der B 192-Brücke bei Neu Woserin die Grenze zwischen den Naturparks Sternberger Seenland und Nossentiner/Schwinzer Heide bildet, wies gestern einen Wasserstand von 59 cm auf (Höchstwert 60).

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