Ausklang der Konzertreihe : Trompetenklang und dumpfe Bässe

Das Bläserensemble der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Crivitz gab ein Konzert in der Sternberger Stadtkirche.  Fotos: urpr
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Das Bläserensemble der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Crivitz gab ein Konzert in der Sternberger Stadtkirche. Fotos: urpr

Crivitzer Bläserensemble zum Ausklang des Kirchenmusiksommers in der Sternberger Stadtkirche zu Gast

svz.de von
14. September 2015, 20:00 Uhr

Mit insgesamt sieben Konzerten, eingeschlossen das Preisträgerkonzert der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, organisierte die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Sternberg für Einheimische und Gäste der Stadt in diesem Sommer ein vielfältiges musikalisches Angebot.

Im Juni hatte das Crivitzer Ensemble „Gesellige Zeit“ unter Leitung von Peter Wolf mit einem kammermusikalischen Programm den Auftakt gegeben. Am Sonnabend, zum Ausklang der Konzertreihe, waren erneut musikbegeisterte Crivitzer unter Leitung von Peter Wolf zu Gast. Der 79-Jährige hat seit 2007 auch die Leitung des Bläserensembles der Crivitzer Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde in seinen Händen.

Posaunenchor und Krummhornquartett, insgesamt 21 Musiker, boten an diesem Abend „Festliche Musik für Bläser und Orgel“. Zu Beginn gab es eine Vorstellung der Instrumente. Trompetenchor, Posaunenquartett, Hörnerchor und die Tuben und Baritonhörner spielten sozusagen nacheinander „unter sich“ und ließen das Publikum die unterschiedlichen Klangfarben erspüren, vom hellen, schmetternden Trompetenklang bis zum dumpfen Bassklang der Tuben. Kurze Stücke von Michael Altenburg, Beethoven oder Carl Ludwig Zelter hatten sie dafür ausgewählt.

Dann war das Zusammenspiel der Instrumente, in den verschiedensten Variationen und ausgewählten Kompositionen der verschiedensten Jahrhunderte, zu erleben. Um das möglichst perfekt zu gestalten, hatte das Ensemble schon am Nachmittag lange in der Kirche geprobt.
„Wir mussten uns erst an die Akustik der Kirche gewöhnen. Sie hat einen langen Nachhall“, so Peter Wolf. Aber es klappte, wunderschön klangen die Choräle von Johann Sebastian Bach oder auch „Canzone für zwei Chöre“, Musik aus der Renaissance von Ludovico Viadana.

Das jüngste Ensemblemitglied, der 10-jährige Pelle Krämer, und sein Bruder Emil glänzten mit einem Solobeitrag auf Posaune bzw. Trompete. Beide hatten eine Sarabande aus der Barockzeit ausgewählt. Begleitet von Stefan Bleise und Linda Franiel an der elektronischen Orgel, beeindruckten sie mit ihrem Können. Neben dem Leiter hatte wohl Stefan Bleise den anstrengendsten Part im Ensemble. Er blies die Tuba, begleitete an der elektronischen Orgel und stieg zwischen durch auf die Orgelempore. Der Anästhesist am Schweriner Helios-Klinikum hat auch eine abgeschlossene Ausbildung als Kirchenmusiker. Das Spiel auf der Walcker-Orgel bereitete ihm spürbar und hörbar Freude. Er begleitete Peter Wolf bei seinem Horn-Solo, „Meditation“ von Oreste Ravanello. Zeitgenössische Musik, ein Choralvorspiel von Werner Petersen, hatte er als erstes Solostück ausgewählt.Einen besonderen Hörgenuss bescherte er dem Publikum noch einmal zum Schluss. Mit „Präludium und Fuge c-moll“ von Johann Sebastian Bach gab er dem Konzert einen beeindruckenden und festlichen Ausklang.

Pastorin Katrin Teuber nahm dieses letzte Konzert des Musiksommers in der Sternberger Kirche zum Anlass, ein besonders aktives Mitglied der Gemeinde mit einem kleinen Geschenk zu überraschen. Hans Werner Krei freute sich über diese Anerkennung.Er hatte allen Veranstaltungen mit Begrüßungs- und Abschiedsworten, besinnlichen Gedanken und Gedichten einen besonderen Rahmen gegeben.

Außerplanmäßig gibt es (wegen kurzfristiger Spielstättenänderung) am Mittwoch, dem 16. September, noch ein Konzert in der Sternberger Kirche. Das Landespolizeiorchester Mecklenburg-Vorpommern ist zu Gast.






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