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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. Oktober 2017 | 09:33 Uhr

Sternberg : Trinkwasserleitung liegt im Zeitplan

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Über zwei Drittel vom zu erneuernden Hauptstrang am Mecklenburgring sind fertig. In einer Woche beginnt die Durchörterung für die Hausanschlüsse auf der anderen Straßenseite.

svz.de von
erstellt am 19.Jun.2014 | 16:45 Uhr

Sicherheit geht vor Tempo. Zwei Bauleute in ihren orangen Warnwesten sind mit Spaten und Schaufel in den Graben gestiegen und schieben dort Sand beiseite. Das reicht noch nicht. Einer von ihnen setzt sich wieder in die Fahrerkabine und zieht nun mit der Baggerschaufel vorsichtig eine weitere Erdschicht ab. Erst als sich die beiden Männer sicher sein können, dass ihnen keine der dort schon liegenden Ver- oder Entsorgungsleitungen im Wege ist, wird der Graben tiefer ausgehoben. Die Gastrasse liegt glücklicherweise auf der anderen Straßenseite.

Die Suchschachtungen, wie es in der Fachsprache heißt, werden an mehreren Stellen durchgeführt, damit kein Malheur passiert, erklärt Kerstin Pohl, technische Leiterin der Stadtwerke Sternberg, die den Auftrag für das 80 000 Euro kostende Bauvorhaben gegeben haben.

Zwischen Philipp-Müller-Straße und Mühlenkamp werden die Trinkwasserleitung auf einer Länge von 160 Metern und 24 Hausanschlüsse erneuert. Sie seien in den 1950er-Jahren verlegt worden und nun stellenweise porös. „Die Hausanschlüsse aus Stahl sind besonders marode“, sagt Pohl. Damit habe es zunehmend Probleme gegeben. Auch der Hauptstrang aus Asbestzement habe mit der Zeit gelitten. Alle Rohre werden durch PE-Leitungen ersetzt, einem Kunststoff. „Damit haben wir mindestens 50 Jahre Ruhe“, so die Technikchefin der Stadtwerke.

110 Meter, also über zwei Drittel, sind fertig. „Wir liegen genau im Zeitplan“, sagt Martin Schopf, Planer und Projektbeauftragte vom Schweriner Ingenieurbüro Inros Lackner. Das Wetter, das gerade den Tiefbau stark beeinflussen kann, habe bislang gut mitgespielt. Und böse Überraschungen, die bei solchen Arbeiten immer wieder vorkommen könnten, habe es zum Glück nicht gegeben. Ob das alles so bleibe, wisse vorher niemand genau.

Es geht abschnittsweise voran, damit die offene Bauweise die Anwohner möglichst wenig einschränkt. Denn zeitweilig können sie ihre Grundstücke nicht mit dem Auto erreichen. Die Hauptleitung wird auf dem betreffenden Abschnitt nicht nur erneuert, sondern gleichzeitig in öffentlichen Raum, in den linken Gehweg Richtung Güstrow, verlegt. Der bisherige Strang liegt auf den privaten Grundstücken. Er bleibt in der Erde, um keine Vorgärten aufbuddeln zu müssen, und wird mit fließfähigem Beton verfüllt, erklärt Kerstin Pohl.

Wenn die Hauptleitung in der Erde liegt, in frostfreier Tiefe von mindestens 1,20 Meter, kommen die Hausanschlüsse an die Reihe. Für die auf der gegenüber liegenden Seite wird die Bundesstraße an schon markierten Punkten durch Pressungen mit Spezialtechnik unterquert. Auszuheben sind nur die Kopflöcher. In einer Woche rechnet Pohl mit dem Beginn der Durchörterung. Mitte bis Ende Juli, sehen die Planungen vor, soll das Bauvorhaben abgeschlossen sein.

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