Brüel : Treffen der goldenen Abiturienten

Die 64er-Abiturienten der Brüeler EOS beim goldenen Klassentreffen am Roten See: (v.l.) Margrid Roßmy (geb. Kühnhoff/einst Warin); Udo Techel (heute noch Brüel); Wolfgang Rahn (einst Warin); Anngret Plehn (geb. Geist/einst Brüel); Monika Dittmann (geb. Wilhelm/einst Warin); Christel Schön (geb. Krenz/einst Sternberg); Bärbel Willert (geb. Laurischkat/einst Sternberg); Otto Kuhl (einst Borkow); Anneli Postel (geb. Hausmann/einst Brüel); Joachim Bobzin (einst Warin); Werner Schreiber (einst Brüel); Herbert Siggelkow (einst Zülow).
Foto:
Die 64er-Abiturienten der Brüeler EOS beim goldenen Klassentreffen am Roten See: (v.l.) Margrid Roßmy (geb. Kühnhoff/einst Warin); Udo Techel (heute noch Brüel); Wolfgang Rahn (einst Warin); Anngret Plehn (geb. Geist/einst Brüel); Monika Dittmann (geb. Wilhelm/einst Warin); Christel Schön (geb. Krenz/einst Sternberg); Bärbel Willert (geb. Laurischkat/einst Sternberg); Otto Kuhl (einst Borkow); Anneli Postel (geb. Hausmann/einst Brüel); Joachim Bobzin (einst Warin); Werner Schreiber (einst Brüel); Herbert Siggelkow (einst Zülow).

Die 64er der Brüeler EOS trafen sich am Roten See, der Stätte des Abschlussballs / Udo Techel blieb als einziger vor Ort „hängen“.

von
02. Juli 2014, 17:28 Uhr

Seit einem Jahrzehnt hatten sich die 64er-Abiturienten der damaligen Erweiterten Oberschule (EOS) Brüel nicht mehr gesehen – jetzt trafen sie sich zum goldenen Jubiläum wieder. Am Roten See – der Stätte ihres Abi-Balls.

Das Feierdomizil von einst gibt es nicht mehr, es wurde vor zig Jahren ein Opfer der Flammen. Doch der See ist natürlich noch da – und viele Erinnerungen sowieso. „Hier haben wir einst Schwimmen gelernt“, sagt Christel Schön. „Damals beim Abi-Ball sind wir nackt ins Wasser gesprungen“, gibt Otto Kuhl zum Besten. Einst täglich von Borkow mit dem Zug zur EOS gefahren – die Eisenbahnlinie gibt es seit 16 Jahren nicht mehr –, hielt der heutige Rostocker die Organisationsfäden fürs goldene Abi-Treffen in den Händen.

Ein Mitschüler war seit der Wende „verschollen“ – Herbert Siggelkow. Doch die Suchbotschaft via SVZ zeitigte Erfolg. Eine Sternbergerin meldete sich in der Redaktion und erklärte: „Herbert Siggelkow ist der Sohn der Freundin meiner Mutter.“ Die SVZ-Leserin nannte zudem Zülow als dessen damaligen Wohnort, und dass eine Cousine von Siggelkow noch Kontakt zu ihm hätte. Es stimmte alles – der Gesuchte wurde in Ribnitz „aufgespürt“ und sagte zum Treffen zu. „Das war in der Tat eine große Überraschung, als Otto am anderen Ende der Leitung war “, so Siggelkow.

Werner Schreiber ist heute Güstrower, andere hat es nach Rügen, Usedom, Berlin und Thüringen verschlagen. Die weiteste Anreise der insgesamt ein Dutzend Brüel-„Heimkehrer“ – von den einst 23 Abiturienten sind u.a. einige bereits verstorben – hatten Monika Dittmann und Wolfgang Rahn. Sie blieben nach dem Studium in Dresden hängen. „Das haben wir nie bereut“, meinte Rahn stellvertretend für beide. Rahn studierte Fernmeldewesen und „arbeitete danach die ganze Zeit bei der Post und später Telekom.“ Dittmann, ebenfalls einst aus Warin, studierte „fünfeinhalb Jahre Elektrotechnik. Danach war ich beim Starkstromanlagenbau ,Otto Buchwitz‘ tätig, die letzten zehn Jahre bis zur Pensionierung im Dezember ’13 bei Wandlerbau Ritz“, sagt sie und meint: „Typisch für unseren Jahrgang ist: Die Hälfte unseres Arbeitslebens war in der DDR, die andere in der neuen Zeit. Vorher war es ein bisschen ruhiger, interessanter jedoch auf alle Fälle hinterher“, verkündet Monika Dittmann. Rahn stimmt ihr nickend zu.

Ein echtes Heimspiel hatte Udo Techel. Der Brüeler blieb in der Kleinstadt, übernahm 1974 vom Vater die Elektrofirma. „Heute führt sie der Sohn weiter, die dritte Generation“, sagt Udo Techel sichtbar stolz. Die 64er hatten sich noch viel zu erzählen. Doch anders als vor 50 Jahren war diesmal bereits um Mitternacht Schluss. Man ist eben nicht mehr 18…

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen