„Tuff-tuff“ in Lübberstorf : Treckerfreunde auf Ausfahrt

Gleich 14 Pennewitter waren bereit zur großen Treckerausfahrt – vorn Nicole Hudde und ihr Onkel Wolfgang.  Fotos: Roland Güttler
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Gleich 14 Pennewitter waren bereit zur großen Treckerausfahrt – vorn Nicole Hudde und ihr Onkel Wolfgang. Fotos: Roland Güttler

95 Fahrzeuge und rund 1500 Besucher kamen zum 13. Szenetreffen bei Neukloster.

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29. Mai 2017, 21:00 Uhr

Huddes aus Pennewitt waren in Mannschaftsstärke zum 13. Treckertreffen in Lübberstorf bei Neukloster gekommen. Gezogen von einem IHC McCormick, Baujahr 1960, saßen gleich 14 Personen auf dem Hänger. Und gut die Hälfte davon hörte auf den Namen  Hudde.

 Vorn auf dem „Kutschbock“ hatten  Nicole Hudde und ihr Onkel Wolfgang Hudde Platz genommen. „Und der Herr mit dem großen Strohhut ist mein Papa, Klaus Hudde“, erzählte sie. Die Pennewitter hatten es sich auf den Hänger gemütlich gemacht samt Verpflegung  und waren bereit für die große Ausfahrt von Lübberstorf durch Neukloster am Sonnabend. Am McCormick-Lenkrad saß Andreas Schlutt, der künftige Schwiegersohn.

Insgesamt 79 Traktoren und andere Oldtimer  hatten sich bis zum Ausfahrt-Termin kurz nach zehn Uhr auf der Festwiese im 230-Einwohner zählenden Dorf eingefunden, darunter zahlreiche Stammgäste wie die Oldtimerfreude Mecklenburg mit Wolfgang und Elsbeth Sooß aus Warin mit ihrem SW 1000-1 Werdau und die Schröders um Oldtimerfreunde-Vereinschef Frank Schröder  aus Hof Triwalk bei Lübow. Die waren gleich mit zwei alten NVA-Elo Robur aus den Jahren 1980 bzw. 1984 vertreten. Letzteren steuerte der erst 23-jährige Nico Schröder. „Der Elo verbraucht 16 Liter Diesel auf hundert Kilometer“, so Nico. Als er geboren wurde, war die NVA längst ausgemustert; doch Oldtimerfreaks wie die Schröders hatten sich vor der Verschrottung einige der Tarnfarben-Fahrzeuge gesichert.

Gleich hinter dem Polizeiwagen, der zur Absicherung der Ausfahrt  mit Blaulicht vorneweg fuhr, hatte sich Klaus Westphal aus Rühn mit seinem Ford Sondesta, Baujahr 1961, eingereiht. „Ich bin zum ersten Mal dabei“, verkündete Westphal.

Während es von Pennewitt, Rühn oder auch aus Katelbogen  über die Landesstraße 14 kein Ende bis nach Lübberstorf war, hatte Reinhard Winter einen deutlich weiteren Weg auf sich genommen. Mit seinem Steyr, made in Austria, war er aus Warnemünde über die Landstraßen bis zum in der Szene beliebten Treff bei  Neukloster getuckert.

„Resi, i hol Di mit mei'm Traktor ab“ 

Auf der Festwiese stimmte DJ Bechi derweil die angereisten Treckerliebhaber mit der entsprechenden Musik auf die Ausfahrt ein: „Resi, i hol Di mit mei'm Traktor ab“  von Wolfgang Fierek. Und dann ging’s los. Wer zählte die Marken, wer kennt sie alle? Lanz Bulldog, Belarus, Unimog, ZT 300,  MT 3, Porsche Diesel,  Dumper, MAN, Fahr oder Deutz…

„In den vergangenen Jahren sind wir über Land etwa durch Babst und Pennewitt gefahren, jetzt erstmals durch die Stadt. Das kam bei den Teilnehmern sehr gut an. So werden wir mehr gesehen, standen doch  in Neukloster zahlreiche Schaulustige an den Straßen“, so Treckertreffchef Maik  Ahrend. Am Ende des Tages zählte er „95 Oldtimer und zirka 1500 Besucher“. Diese führten nicht nur PS-Gespräche, auch fürs leibliche Wohl vom Grill und Erbseneintopf war gesorgt. Zudem gab es unter anderem  Bauernparcours,  buntes Markttreiben  sowie Kinderschminken und Glitzertattous. Und musikalisch ließ nicht nur DJ Bechi die bayrische Resi abholen, auch das Howard-Carpendale-Double kam unterhalb  des Weißwurst-Äquators daher.

Was die Resonanz  betrifft, so war die bei der 13. Auflage etwas enttäuschend;  vor Jahresfrist hatte das Organisations-Team tausend Besucher mehr gezählt. „Das lag diesmal am Wetter, es war extrem warm und da zog es viele wohl  an die Ostsee“, so Ahrend.  Fürs 14. Lübberstorfer  Treckertreffen steht der Termin bereits: am letzten Mai-Wochenende 2018.

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