Transporter kracht gegen Baum

<fettakgl>Neujahr, 2.15 Uhr: </fettakgl> Ein Kleintransporter verunglückt nahe Dobbertin <foto>Michael-Günther Bölsche</foto>
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Neujahr, 2.15 Uhr: Ein Kleintransporter verunglückt nahe Dobbertin Michael-Günther Bölsche

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01. Januar 2013, 05:45 Uhr

Dobbertin/Brüel | "Der Jahreswechsel verlief im Wesentlichen ruhig, es gab nur kleinere Brände", hieß es gestern aus der Integrierten Leitstelle Westmecklenburg in Schwerin. Allerdings sei nicht zu verstehen, dass etliche Papiercontainer brannten. Viele Entsorger hatten vor Silvester die Container geleert, um die Brandmöglichkeit zu minimieren. Aber einige Mitbürger haben diese wieder gefüllt und so konnten doch derartige Feuer entstehen, war zu erfahren. So mussten die Kameraden aus Plau zehn Minuten nach Mitternacht ausrücken. Papierkörbe brannten am Burgplatz.

Die Kameraden der Wehren aus Dobbertin und Goldberg hatten um 1.54 Uhr einen Einsatz auf der Kreisstraße 24. Zwischen Dobbertin und Below war ein Kleintransporter Ford Transit aus der Region gegen einen Baum gekracht. Während der Fahrer (25) unverletzt blieb, musste seine 22-jährige Beifahrerin aus dem Wrack geschnitten werden. Sie hatte aber noch viel Glück und erlitt relativ leichte Verletzungen und wurde in die Plauer Klinik eingeliefert. Der Fahrer war nach eigenen Angaben alkoholisiert und wurde durch einen Ersthelfer, der kurz nach dem Unfall eintraf, aus dem Wagen gezogen, da die Tür klemmte.

Jugendliche Streitereien und Sachbeschädigungen musste die Polizei in der Neujahrsnacht aufnehmen. So wurde am Hagebaumarkt in Lübz randaliert und am Lübzer Busbahnhof wurde ein Verkehrsschild umgeknickt. Die Ermittlungen dazu laufen. Die Parchimer Beamten mussten zudem in Lübz aushelfen, da die zuständigen Plauer Kollegen bei der Unfallaufnahme nahe Dobbertin waren. "Ohne Grund griff ein 23-Jähriger einen 22-Jährigen mit einem Messer an. Bei der Abwehr kam es zu einer Handverletzung des 22-Jährigen", hieß es aus dem Parchimer Revier. Beide wurden zur medizinischen Behandlung in die Plauer Klinik eingeliefert und die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

Auch in Brüel wurde die Feuerwehr gerufen, dort brannten nahe der Gaststätte Mecklenburger Hof gegen 5.40 Uhr Reste von Silvesterfeuerwerksartikeln. "Die mussten nachträglich in Brand gesetzt worden sein. Es war aber schnell gelöscht", so Torsten Reiher von der Brüeler Wehr.

Bereits am Silvestertag endete das Jahr für einen 62-jährigen Goldberger tödlich. Er saß auf dem Beifahrersitz des Nissan Note, während seine Ehefrau (58) am Steuer saß. Auf der Verbindungsstraße zwischen Lutheran und Beckendorf übersah gegen 12. 50 Uhr die Frau am unbeschrankten Bahnübergang den herannahenden Triebwagen der ODEG, der aus Lübz kam. Einen Aufprall konnte der Triebfahrzeugführer nicht mehr verhindern. Mit dem Puffer fuhr er in den Pkw und schleifte das Fahrzeug noch einige Meter mit. Während die Fahrerin aus dem Wrack geschleudert wurde, erlitt ihr Mann tödliche Verletzungen.

Mit schwersten Verletzungen musste die Fahrerin per Helikopter in die Plauer Klinik geflogen werden. Der Triebfahrzeugführer erlitt einen Schock und wurde ebenfalls ins Krankenhaus eingeliefert. Im Zug, der nach Hagenow unterwegs war, saßen nach Angaben von Bahnmitarbeitern vor Ort 25 Reisende, von denen keiner verletzt wurde. Sie wurden per Bus nach Parchim gebracht. Zur Klärung des Unfallherganges wurde ein Sachverständiger der Dekra hinzugezogen.

Die Bahnstrecke war bis 16.09 Uhr voll gesperrt und zwischen Malchow und Parchim wurden Busse im Schienenersatzverkehr eingesetzt.

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