Tragischer Badeunfall in Sternberg: 48-jährige Frau leblos aus Oberem See geborgen

<fettakgl>'Baden auf eigene Gefahr'</fettakgl> warnt das Hinweisschild an der beliebten Badestelle am Oberen See. <foto>Stefanie Milius</foto>
"Baden auf eigene Gefahr" warnt das Hinweisschild an der beliebten Badestelle am Oberen See. Stefanie Milius

svz.de von
27. Juli 2012, 05:18 Uhr

Sternberg | Zu einem tragischen Badeunfall mit tödlichem Ausgang ist es am Mittwochabend am Oberen See in Sternberg gekommen.

Eine Gruppe von fünf Frauen besuchte gegen 19 Uhr den See, um sich im Wasser abzukühlen. Drei von ihnen, darunter eine 48-Jährige, entschieden sich, von der Badestelle aus quer über den See an das gegenüberliegende Ufer zu schwimmen. Auf den Weg dort hin kam es zu einem Notfall, bei dem die 48-Jährige aus bisher unbekannter Ursache das Bewusstsein verlor, so die Polizei auf Anfrage der SVZ.

Wie Eckardt Meyer, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Sternberg mitteilte, hielten die Begleiterinnen die Frau über Wasser und riefen um Hilfe. Gäste, die sich ebenfalls am Oberen See aufhielten, alarmierten die Rettungskräfte. 16 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Sternberg trafen kurze Zeit später am Unglücksort ein. In der Zwischenzeit war es den Frauen gelungen, die bewusstlose Dame an das nächstgelegene Ufer zu schleppen. Dort hatten sie sich durch Schlamm und Schlick gekämpft, bevor sie sie an Land ziehen konnten. Am Ufer begannen sie sofort damit, die 48-Jährige wiederzubeleben. "Durch den Schlamm zu waten und dann noch die Reanimation - das war eine riesige Leistung der Frauen", sagte Meyer.

Beim Eintreffen der Feuerwehr war den Kameraden zunächst nicht bekannt, wo sich die Dreiergruppe befindet. Daher suchten sie mit zwei Rettungsbooten die Gewässerränder ab. Ein Badegast gab dann den entscheidenden Hinweis.

Die Rettung über den Landweg gestaltete sich schwierig. Das unwegsame Ufergelände erschwerte den Rettungskräften das Durchkommen. So machten sich drei Feuerwehrmänner gemeinsam mit einer Notärztin und einem Rettungssanitäter mit dem Boot auf zum Aufenthaltsort der Verunglückten. Dort konnte die Ärztin aber nur noch den Tod der 48-Jährigen feststellen. Ob die Frau einen Schwächeanfall erlitt oder aufgrund einer organischen Ursache starb, ist bisher unklar. Die Kriminalpolizei ermittelt. Der Körper der Verstorbenen konnte erst in den späten Abendstunden und nur unter Einsatz eines geländefähigen Fahrzeuges der Wasserschutzpolizei und mit Hilfe der Sternberger Feuerwehr geborgen werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen