Brüel : „Tiritomba“ in Brüel

„Mandolinen und Gitarren hell erklingen …“  Die Brüeler Musikgruppe feierte ihr 30-jähriges Jubiläum. Hinten links: Renate Bründel.
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„Mandolinen und Gitarren hell erklingen …“ Die Brüeler Musikgruppe feierte ihr 30-jähriges Jubiläum. Hinten links: Renate Bründel.

In der Stadt sind viele Klangkörper seit Jahren zu Hause: Über die Stadtgrenzen bekannt: die Mandolinengruppe

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06. Oktober 2018, 05:00 Uhr

Wenn die bekannte italienische Weise von „Tiritomba“ im „Mecklenburger Hof“ in Brüel erklingt, kann man gewiss sein, dass die im Ort und im Umkreis ansässigen Mandolinen- und Gitarrenspieler nicht weit sind. Denn das ist deren Erkennungsmelodie. Hier in der kleinen Ackerbürgerstadt Brüel ist die Kultur seit Jahren zu Hause. Und alles, was in Sachen Musik Rang und Namen hat, ist hier seit Jahren etabliert.

Jetzt gab es ein besonderes Jubiläum für einen über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Klangkörper: Die Zahrensdorfer/Brüeler Mandolinengruppe unter der bewährten Leitung von Renate Bründel feierte ihr 30-jähriges Bestehen seit der Neugründung im Jahre 1988 – anlässlich der 750-Jahrfeier der Gemeinde Zahrensdorf. In all den Jahren erlebten die Freunde der Zupfmusik viele Auftritte. Oft dabei im Mecklenburger Hof, der dafür stets liebevoll von Hotelinhaberin Gabriele Schumacher-Poschmann und ihren Angestellten vorbereitet wurde. So war es auch diesmal wieder. Und es dauerte auch gar nicht lange, da strömten die Besucher und Gratulanten ins dortige Restaurant. Dieses platzte fast aus allen Nähten. Die so Geehrten waren sichtlich gerührt und griffen immer wieder kraftvoll in die Saiten.

Und dann begann ein Konzert vom Feinsten. Mit Volks, Wander-, Jägerliedern; aber auch mit Schlagern und Operettenklängen. Wie zum Beispiel aus „Orpheus in der Unterwelt“. Die Gäste waren begeistert. Sie spendeten immer wieder frenetischen Beifall. Die 18 Spielerinnen ließen ihre Instrumente – Mandolinen, eine Mandola, Gitarren – erklingen. Mal verhalten, mal kraftvoll, mal mit anheimelnden Tremoloklängen (Beben). Für die Besucher nicht nur eine Aufforderung, kräftig mitzusingen. Sondern ein Herzensbedürfnis, ihrem Mecklenburg ihre Reverenz zu erweisen.

Immer wieder kamen neue Gäste, um den Spielerinnen ihre Ehrerbietung zu erweisen. Imposant wurde es, als die Brüeler Blasmusik aufmarschierte. Mit ihren kraftvollen Instrumenten, Trompeten, Posaunen und Klarinetten brachten sie die Massen in Schwung.

Nachdem die Bläser ihr Ständchen gebracht hatten, waren die nächsten Gratulanten an der Reihe: der Chor der „Lustigen Brüeler“ unter dem Dirigat von Christa Lemke. Die ebenfalls ein buntes Programm mitgebracht hatten. Und dann griffen die Jubilare wieder in die Saiten ihrer Instrumente.

Auch aus Wismar waren Gäste gekommen: Familie Behrens. „Wir sind nicht zum ersten Mal hier bei einem Konzert“, erzählten sie. „Denn wir sind vollauf begeistert von dem Mandolinenorchester. Wenn wir es möglich machen können, verpassen wir kein Konzert. Das erinnert uns auch an unsere eigene Schulzeit, in der wir selbst an Instrumente herangeführt wurden. Leider haben wir kaum eine Möglichkeit zu spielen.“

Mit dem Mecklenburg-lied, dem „Lied vom Ostseestrand“ und den „Gitarren der Liebe“ klang der Nachmittag aus. Und ein beschwingtes Publikum ging gut gelaunt nach Hause.

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