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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

12. Dezember 2017 | 07:38 Uhr

Kukuk : Tierquälerei: Belohnung für Hinweise

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Eine Familie mit Herz für Tiere setzt 500 Euro zur Ermittlung des mutmaßlichen Täters aus.

von
erstellt am 12.Okt.2017 | 20:45 Uhr

Bei der Polizei in Sternberg wurde vor mehr als zwei Wochen Anzeige wegen Tierquälerei erstattet, ein Beamter war vor Ort, um sich die Gegebenheiten anzusehen, doch seitdem habe er nichts weiter gehört, sagte Heinrich Möckelmann aus Kukuk nun bei seinem Anruf in unserer Redaktion. Somit sei noch immer „ein brutaler Tierquäler“, der offenbar Schlagfallen aufstelle, am Werk. Für Hinweise, die zu dessen Ermittlung durch die Polizei führen, setze die tierliebe Familie eine Belohnung von 500 Euro aus, die sie aus ihrer eigenen Tasche bezahlen würde.

Was ist seinerzeit geschehen? Möckelmanns Tochter Gilda Bergmann aus Hohen Pritz hat dort einen jungen Waschbär gesehen und fotografiert, bei dem der rechte Hinterlauf abgetrennt ist (wir berichteten). Die Mutter sei auch verletzt, ihr fehle ebenfalls hinten das rechte Bein. Einst habe die Waschbärenfamilie aus der Mutter und vier Kindern bestanden. Jetzt gebe es nur noch ein Junges. Und in Kukuk laufe ein Fuchs mit drei Beinen herum, sagte Möckelmann beim Besuch Ende September in der SVZ. Überall sei die Verletzung gleich. Die Tierfreunde mit Herz erklären sich das so: Steckt ein Tier in so einer illegal aufgestellten Schlagfalle, beißt es selbst das Gliedmaß ab, um freizukommen.

Im Moment gebe es noch keine Anhaltspunkte zum mutmaßlichen Täter, hieß es gestern auf SVZ-Anfrage in der zuständigen Polizeiinspektion Ludwigslust. Es werde jedoch weiter ermittelt, so Pressesprecher Klaus Wiechmann. Die Kriminalpolizei in Sternberg habe in diesem Zuge die Untere Jagdbehörde des Landkreises Ludwigslust-Parchim eingeschaltet, da vermutet werde, dass mit den Fallen auch gegen das Jagdgesetz verstoßen werde.

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