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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

24. Oktober 2017 | 09:49 Uhr

Tierkadaver an den Oberen Seen verbuddelt?

vom

svz.de von
erstellt am 24.Sep.2010 | 07:03 Uhr

Sternberg | Maronen und Butterpilze suchte eine Sternbergerin am Donnerstag im Landschaftsschutzgebiet "Mittleres Warnowtal" an den Oberen Seen - plötzlich stand die vor einem Grab. "Darf man das?", fragt unsere Leserin. Sie wundert sich sehr: Offensichtlich hat jemand am Waldrand unter Birken ein Grab für ein größeres Tier ausgehoben und dann mit Nadelbaumzweigen und Blumenschmuck dekoriert. Der Grabschmuck nimmt fast einen Quadratmeter Fläche ein. "Für einen Hund macht man doch nicht so ein Loch", erklärt die Pilzsucherin verwundert. Sie macht sich Sorgen um den Naturschutz.

Die Fläche, auf der sich das Grab am ehemaligen Schießplatz-Gelände befindet, gehöre vermutlich der Stadt, erklärt Egon Leesch vom Fremdenverkehrsamt der Stadt auf Anfrage. Dies sei aber schwer zu ermitteln, da es dort viele Splitterflächen mit unterschiedlichen Besitzern gebe.

Das Ordnungsamt der Stadt weiß Rat. Auf fremden Flächen dürften grundsätzlich keine Tiere vergraben werden, erklärte Mitarbeiterin Christine Bouvier. Sie weiß: "Meinen eigenen Hund oder meine Katze darf ich im Garten vergraben, wenn 80 Zentimeter Tiefe eingehalten werden." Sonst könnten z.B. Füchse die toten Lieblinge wieder ausbuddeln.

Für den besagten Fall an den Oberen Seen gelten zusätzliche Regeln. In einem Landschaftsschutzgebiet dürften Fremde die "Bodengestalt nicht verändern", so Bouvier. Dies habe die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Parchim bestätigt.

Das Grab im Wald stört nicht jeden. "Sehr geschmackvoll", kommentierte eine Passantin, als sie ein Blick darauf geworfen hatte.

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