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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

21. August 2017 | 14:16 Uhr

Warin : Tierisches in Wariner Sporthalle

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die Grundschule feierte mit einem bunten Programm, das alle Klassen gestalteten. Die Kinder traten in ideenreich und liebevoll angefertigten Kostümen auf.

Kaum eine Tierart, die hier zu Lande verbreitet ist, fehlte in dem Programm: Unter dem Motto „Die Bremer Stadtmusikanten ziehen nach Warin“ feierte die Grundschule ganz groß, bevor es in die Sommerferien geht. Jede Klasse hatte einen Beitrag vorbereitet. Die Sporthalle war zum Thema passend geschmückt mit selbstgebastelten Blumen, Bäumen, Bildern von Tieren und anderem. Strohballen ergänzten die Dekoration. In der Schule und zu Hause war fleißig gewerkelt worden. Die Kinder trugen Kostüme, die mit Ideen, Fantasie und viel Liebe angefertigt worden
waren. Und aus den Lautsprechern kam fröhliches Gezwitscher von Vögeln. Alle Stühle in der Sporthalle waren besetzt.

Einmal stand der Wald im Mittelpunkt, dann die Biene Maja und darauf Karl der Käfer. Bei jedem Beitrag erklangen die dazu gehörigen Lieder und steigerten die Stimmung. Wenn auch der Hintergrund wie bei Karl der Käfer eher traurig ist, die Melodie geht wie einst ins Ohr. 1983 brachte die Musikgruppe „Gänsehaut“ das Lied heraus als Protest gegen das Abholzen von Wäldern und überhaupt Schindluder gegenüber der Natur: Tief im Wald, zwischen Moos und Farn, da lebte ein Käfer mit Namen Karl.

Sein Leben wurde jäh gestört, als er ein dumpfes Grollen hört, lärmende Maschinen überrollen den Wald, übertönen den Gesang der Vögel schon bald, mit scharfer Axt fällt man Baum um Baum, zerstört damit seinen Lebensraum. Karl der Käfer wurde nicht gefragt, man hatte ihn einfach fortgejagt...

Das bedeutete für ihn und die anderen Tiere, sich neuen Lebensraum zu suchen. Dazu wussten die Bremer Stadtmusikanten Rat: Wir ziehen nach Warin. Dort gebe es einen Bürgermeister, der sich um alle Sorgen kümmert. Nun, dass dieser in der Stadt offenbar nicht nur Anhänger hat, zeigte die eigenartig heitere Reaktion des Publikums.

Nach dem Bauernhof und der Froschschule gab es zum Abschluss noch eine Hochzeit zwischen Spiegeleule und Knallfrosch. Obwohl beide so völlig unterschiedlich sind, sie das kann, was er nicht kann und umgekehrt. Aber vielleicht hat sie gerade das einander näher gebracht. Er war zuerst allerdings ziemlich zurückhaltend, bis die Heirat sich schließlich anbahnte. Das aber nicht auf heute üblichen Wegen über Smartphone oder Skype – sondern mit Hilfe einer Flaschenpost. Und dann wurden Spiegeleule und Knallfrosch das glücklichste Paar in Wald und Wiesen.

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erstellt am 19.Jul.2016 | 21:00 Uhr

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