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Projekt eines Schweriner Architekten wird umgesetzt : Tempziner Kapelle nimmt Formen an

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"Es soll ein Raum der stillen Besinnung werden", sagte gestern Architekt Kurt-Widow Borchard. Nach seinem Projekt entsteht in Tempzin auf dem Klostergelände eine kleine Kapelle. Im November erhält sie ihr Dach.

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erstellt am 18.Nov.2011 | 10:38 Uhr

Tempzin | "Es soll ein Raum der stillen Besinnung werden", sagte gestern Architekt Kurt-Widow Borchard. Nach seinem Projekt entsteht in Tempzin auf dem Klostergelände eine kleine Kapelle. Im Sommer wurden die Fundamente gegossen, im Oktober die Wände aufgerichtet, und jetzt im November kommt das Dach drauf, berichteten Magdalene und Joachim Anders vom Pilgerkloster. Dabei helfen Ehrenamtliche in einer Woche mit ora-et-labora (beten und arbeiten). Zehn Teilnehmer sind in dieser fünften so bezeichneten Woche diesen Jahres dabei. Sie räumen auch auf dem Klostergelände auf und vernichten im Kampf gegen die Miniermotte das Laub von zwei stattlichen Kastanien. Borchard, ein Schweriner Architekt im Ruhestand, ist einer der Teilnehmer. Er hatte sich auf Anregung von Joachim Anders Gedanken über die Gestaltung des Außengeländes zwischen Warmhaus und Klosterkirche gemacht. Und seine Skizzen fanden Anklang im Pilgerkloster. Alles sei auch mit dem Denkmalschutz abgestimmt, betonte Borchard.

An einem etwas abseits gelegenen stillen Ort entsteht die kleine Kapelle mit gerade einmal zehn Quadratmeter Grundfläche. Durch deren Eingang blickt man künftig einmal direkt auf die Tür zu einem weiteren kleinen Gebäude, das den Klosterbrunnen umschließen soll. Auch hier ist noch Baustelle. Dazwischen wird ein kleiner Pilgerweg mit einem Labyrinth führen, erklärt Joachim Anders.

Zum Bau der kleinen Kapelle gleich neben der Klosterkirche erklärte Magdalene Anders: "Die große Kirche ist meistens zugeschlossen. Diese Kapelle wird jederzeit offen sein." Man schaffe damit einen Platz, der still ist, so Joachim Anders.

Von ganz anderer Dimension als die kleine Kapelle ist das historische Warmhaus auf dem Klostergelände. Bis auf Restarbeiten wurde die achte Bauphase abgeschlossen, die Sanierung der Fassade an der Süd-, West- und Nordseite. Damit ist die gesamte Außenhaut des über 500 Jahre alten Gemäuers in Ordnung gebracht. "Jetzt haben wir die nächsten Jahrzehnte, vielleicht Jahrhunderte Ruhe", hofft Joachim Anders.

In den vergangenen 17 Jahren wurde rund eine Million Euro in dieses Denkmal investiert. Ein großer Teil waren Fördermittel. Doch mindestens ein Viertel der Summe hat der Verein Pilgerkloster Tempzin über Spenden aufgebracht. In kommenden Jahren soll der Innenausbau des Gemäuers fortgesetzt werden. Der Verein allein ist ohne Fördermittel aber nicht in der Lage, so Joachim Anders.

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