Brüel : Tempolimit: Ab dieser Woche wird kontrolliert

Gefährlichfür Fußgänger, die über die Straße wollen: Die Wariner Straße in Brüel ist schlecht einsehbar.
Gefährlichfür Fußgänger, die über die Straße wollen: Die Wariner Straße in Brüel ist schlecht einsehbar.

Sternberger Polizei reagiert auf Bürgerhinweise, dass in Brüeler Innenstadt Tempo 50 oft nicht eingehalten wird

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08. Juli 2018, 20:30 Uhr

Wenn Margot Draempaehl ihre Brüeler Arztpraxis aufsuchen will, braucht sie eigentlich nur wenige Schritte zu gehen. Denn Wohnung und Arzt befinden sich in der Wariner Straße quasi gegenüber. Doch die 73-Jährige nimmt nicht selten einen langen Umweg in Kauf. „Ich gehe über die Bahnhofstraße zur August-Bebel-Straße und dann zurück in die Wariner Straße“, sagt sie, weil das nicht so gefährlich sei. Die Straße sei in beide Richtungen nur schwer einsehbar, sagt Margot Draempaehl , zudem würden Fahrzeuge oftmals schneller als Tempo 50 unterwegs sein.

Ihr Bekannter, so erzählt sie, wäre Mitte Juni fast in einen Unfall verwickelt worden. Aus Richtung Blankenberg kommend, wollte er in den Wipersdorfer Weg abbiegen, habe geblinkt und gerade noch bemerkt, dass ihn das dahinter fahrende Auto überholen wollte...

In der Straße wären sowohl Geschwindigkeitskontrollen als auch eine Fußgängerampel angebracht. „Dass sich noch nie andere gemeldet haben“, verstehe sie nicht.

Generelle Kontrollen, auch von Geschwindigkeit und Tonnagenbegrenzung, wünscht sich auch Werner Schüler in der Schweriner Straße. Denn beobachtet habe er beispielsweise, dass die Einbahnstraße vor allem nachts in der Gegenrichtung benutzt werde und regelmäßig auch Schwerlasttransporter in der Schweriner Straße unterwegs seien, wie SVZ berichtete. Zudem würden immer wieder Fahrzeuge auf dem Gehweg parken und für Menschen mit Rollstuhl oder Rollator zum Hindernis werden.

„Die Wariner Straße ist eine Bundesstraße, für die die Stadt keine Entscheidungen treffen kann. Hier ist das Straßenverkehrsamt zuständig“, erklärt Bürgermeister Jürgen Goldberg. Ein Hausbesitzer im Kreuzungsbereich Wariner / August-Bebel-Straße hatte sich an diese Behörde gewandt. Nach einer Begehung wurden die vor dem Haus stehenden Poller dann durch Richtungsschilder ersetzt. „Im Verkehrskonzept der Stadt hatten wir Tempo 30 aufgenommen, was aber wegen des Durchgangsverkehrs abgelehnt wurde. Die Verkehrssituation wird, weil die Bundesstraße den Ort durchquert, noch jahrelang ein Problem bleiben“, so Goldberg. Es müsste stärker kontrolliert werden, auch in der Schmiedestraße passiere das zu wenig.

„Wir wollen mit Kontrollen beginnen“, erklärte Kathrin Mach, Leiterin des Polizeireviers Sternberg, auf SVZ-Nachfrage. Dabei werden die Beamten auch die drei genannten Straßen im Blick haben und ebenso neben der Geschwindigkeit auch, ob die in der Schweriner Straße zulässigen 7,5 Tonnen eingehalten werden. Was die Schweriner Straße betreffe, sei sie bereits durch den Bauausschussvorsitzenden Torsten Lange auf die Problematik angesprochen worden.

Zum Ärger von Werner Schüler, dass in der Schweriner Straße des Öfteren Fahrzeuge auf dem Gehweg stehen würden, sagt Eckardt Meyer, Leiter des Bürgeramtes in Sternberg: „Wenn der Außendienst unterwegs ist, kontrolliert er auch, ob Fahrzeuge beispielsweise auf Gehwegen parken. Es werden auch Verstöße festgestellt“. Die Außendienstmitarbeiterin sei nicht nur mittwochs in Brüel, um die Einhaltung des Parkverbotes zu kontrollieren, weil an diesem Tag die Kehrmaschine fährt. Es gebe einen Plan für den gesamten Amtsbereich. In der letzten Juniwoche sei so der ruhende Verkehr auch Donnerstag und Freitag kontrolliert worden.

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