Sternberg : Techniker von morgen fördern

Der Wahlpflichtkurs „Robotik“ mit Lehrer Frank Langpap (5. v. l.) und André Manske (r.) Fotos: wnie
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Der Wahlpflichtkurs „Robotik“ mit Lehrer Frank Langpap (5. v. l.) und André Manske (r.) Fotos: wnie

Die Verbundene Regionale Schule und Gymnasium „David Franck“ Sternberg erhielt nun eine Grundausstattung für zwei neue MINT-Kurse.

svz.de von
21. September 2017, 12:00 Uhr

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik – MINT sind wesentliche Grundlagen der Wirtschaft und Gesellschaft. Die Verbundene Regionale Schule und Gymnasium „David Franck“ in Sternberg fördert und fordert ihre Neunt- und Zehntklässler des gymnasialen Schulteils in Wahlpflichtkursen und bildet so die Wissenschaftler und Ingenieure von morgen aus. „Seit September vergangenen Jahres sind wir eine zertifizierte MINT-freundliche Schule“, erzählt Schulleiterin Petra Langpap. Mit Beginn dieses Schuljahres gibt es zwei neue MINT-Wahlpflichtkurse: Medizintechnik und Robotik.

André Manske vom Bildungswerk der Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommern war gestern „nicht mit leeren Händen, sondern mit einer Sackkarre und einem großen Paket gekommen“, kündigte Langpap den Besuch an. Manske übergab neun Baukästen an die Schüler. Während in den einen verschiedene Spritzen enthalten waren, waren in den anderen einzelne Bausteine, Motoren und Sensoren für Roboter. „Wir unterstützen die Schule im Rahmen des Projektes „CreateMV“ auf materiellem Wege mit einer Grundausstattung an Unterrichtsmitteln auf Dauerleihbasis. Solange die Schule beim Projekt mitmacht, behält sie das Material. Sollte etwas kaputt gehen, sorgen wir für Ersatz“, erklärte Manske . Ihm sei es wichtig, die Schüler so früh wie möglich mit MINT-Themen vertraut zu machen und deren Begeisterung für technisch-naturwissenschaftliche Fragen zu wecken. Die Kooperation sehe vor, dass es im Schulhalbjahr Besuche durch das Bildungswerk gebe, um sich in Gesprächen vor Ort über den aktuellen Stand der Dinge zu informieren. „Die Baukästen sind begehrt. Es werden immer mehr Schulen, die ihr Interesse bekunden, aber auch unsere finanziellen Mittel sind begrenzt“, sagt der Projektleiter. Derzeit betreue das Bildungswerk 33 Schulen in ganz Mecklenburg-Vorpommern.


Erfahrungen sammeln für das Berufsleben


Zwei Stunden in der Woche bearbeiten die Sternberger Schüler nun selbstständig unter Anleitung der Lehrkräfte Frank Langpap (Robotik) und Katharina Keilpflug (Medizintechnik) eine Aufgabenstellung aus dem MINT-Bereich, indem sie das Problem analysieren, dokumentieren und kontrollieren, aus verschiedenen Lösungen die geeignete auswählen und umsetzen, die Arbeit auswerten und am Ende ihre Ergebnisse präsentieren. Im Kurs „Medizintechnik“ werden chemische und physikalische Versuche mit Spritzen durchgeführt. „Ich habe den Kurs gewählt, um Erfahrungen zu sammeln, weil ich später einen medizinischen Beruf ausüben möchte“, erzählt Amy. Eileen entschied sich für den Kurs „Robotik“, „weil ich in meiner Freizeit viel programmiere.“ Das kann sie nun in der Schule vertiefen, in dem sie einen kleinen und leistungsstarken Computer programmiert, der in der Lage ist, Motoren zu bewegen, wodurch am Ende ein Roboter gesteuert wird.




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