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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

22. November 2017 | 23:23 Uhr

Ventschow : „Tassen sammeln hört nie auf“

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Keramikerin Karoline Höppner aus der „Tonperle“ setzt bewusst auf Kontinuität. Die Zeit der Engel und Sterne bricht wieder an.

von
erstellt am 04.Nov.2017 | 04:50 Uhr

Engel, Sterne und Schneeflöckchen hat Karoline Höppner in ihrer Ventschower „Tonperle“ in diesem Jahr neu im Sortiment. Passend zur Jahreszeit und den bald anstehenden Weihnachtsmärkten fertigt sie in ihrer am 1. November 2014 eröffneten Werkstatt an den „W-Figuren“. Auf dem Tisch liegt eine Palette voller Engeln, deren Kanten sie beim SVZ-Besuch glättet. Gebrannt und dann bemalt in Rot, Weiß und Türkis, wird es die Weihnachtsboten erstmals am 10. Dezember bei der Jesendorfer Dorfweihnacht zu bestaunen und zu kaufen geben. Für Höppner ist es übrigens ein Heimspiel, wohnt sie doch im Ort.

Ihre Werkstatt hat sie aber im drei Kilometer entfernten Ventschow via-à-vis des Bahnhofs – und ist sehr glücklich darüber. Karoline Höppner hat für sich die Craquelé-Technik als Markenzeichen entdeckt (siehe Hintergrund). Diese „Zauberei“ des Keramikbrandes lernte sie einst als Angestellte bei Christiane Gregorowius in Dambeck, wo Karoline Höppner 17 Jahre lang bis 2014 tätig war. Beide arbeiten – trotz räumlicher Trennung – weiter zusammen. In diesem Jahr ist die Ventschowerin in den Laden „Tongrube“ in der Schweriner Buschstraße eingestiegen, die Gregorowius seit 2002 gemeinsam mit Birgit Theiner aus Cramonshagen betreibt. Höppner ist hier mit Keramik in Blau-Weiß, Weiß und Bunt vertreten. „Das ist, was die Kundschaft angeht, schon was anderes als hier auf dem Lande. Viele in Schwerin wissen gar nicht, dass ich in Ventschow bin.“ Von der „Tongrube“ verspricht sich die 36-Jährige denn auch eine Werbung für ihre „Tonperle“, die hat(te) 2017 „ganz wenig Laufkundschaft“. Also geht die Keramikerin auf Wochenmärkte. Der in Friedrichsmoor im Mai ist ihr Favorit. Ansonsten ist sie u.a. auf dem Wismarer Pöttermarkt an der Nikolaikirche, über Ostern in Plüschow und von Juni bis September alle 14 Tage donnerstags in Warnemünde. „Direkt am Teepott. 2017 war hier wegen des Wetters eine ganz schlechte Saison, so Höppner. Einen großen Markt gibt es noch: den Kunsthandwerkermarkt vor und in St. Georgen Wismar am 3. Advent. Bei der Produktpalette setzt sie bewusst auf Kontinuität, damit die Leute immer wieder was zukaufen können. „Tassen sammeln hört nie auf. Eine für 14 Euro, da nimmt man nicht gleich vier Stück. Eher zwei im Januar und zwei im April“, weiß sie. Dass eine Kundin aus Schönberg, wie jüngst, je sechs weiße Ess- und Suppenteller kaufte, sei nicht so häufig. Dabei sind die Craquelé-Sachen durchaus auch für den täglichen Gebrauch bestimmt.

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