Zahrensdorf : Tagesmutter kauft Gemeindehaus

Maurermeister Roberto Albrecht und seine Frau Katrin Albrecht sind jeden Tag auf der Baustelle.
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Maurermeister Roberto Albrecht und seine Frau Katrin Albrecht sind jeden Tag auf der Baustelle.

Die Kinderbetreuung in Zahrensdorf ist auch weiterhin gesichert.

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28. Juli 2014, 17:29 Uhr

Der Staub zieht durch das ganze Haus. Dazu die erdrückende Hitze. Doch Katrin Albrecht und ihr Mann Roberto kämpfen gegen die Zeit. Statt irgendwo ihren Urlaub zu genießen, sind die beiden jetzt täglich im Zahrensdorfer Gemeindehaus. Und das ist eine große Baustelle.

Katrin Albrecht und Daniela Umlauft gehörten nach der Wende zu den ersten in unserer Region, die sich als Tagesmütter selbstständig gemacht hatten. „Am 31. Mai 1997 wurde hier im Haus der Kindergarten geschlossen. Am 1. Juni im gleichen Jahr haben wir als Zahrensdorfer Tagesmütter begonnen und auch einen Teil der Kinder übernommen“, erinnert sich Katrin Albrecht. Jetzt folgt ein weiterer, sehr großer Schritt in ihrem Berufsleben. Die Zahrensdorferin kauft das Haus von der Gemeinde. Wie SVZ berichtete, hatte es in der Gemeindevertretung schon seit längerem Überlegungen gegeben, das Haus wegen der Kosten zu verkaufen. Bürgermeister Alfred Nuklies hatte gegenüber SVZ erklärt, dass man reagiert habe, als es ein Angebot von Katrin Albrecht gab und den Verlauf beschlossen. Zuvor hatte die Gemeinde ein Wertgutachten eingeholt.

„Wir mussten uns entscheiden“, erklärt Katrin Albrecht. Denn aufgrund der Überlegungen in der Gemeindevertretung wären schon verunsicherte Eltern auf sie zugekommen. Und selbst habe sie sich natürlich auch gefragt, was werden könnte, wenn das Haus einen neuen Eigentümer bekomme, sagt Albrecht. „Wir sind froh, dass wir über viele Jahre zu guten Bedingungen die Räume nutzen durften“, meint sie.

Überlegungen, dass jede der Frauen für sich im eigenen Zuhause weitermacht, erteilten beide eine Abfuhr. „Die Eltern schätzen die kleine Gruppe von maximal acht Kindern. Wir dürfen zehn aufnehmen, aber der Qualität wegen wollen wir das nicht“, spricht Katrin Albrecht für beide Tagesmütter.

In dem Haus wären immer Kinder gewesen, sagt die 44-Jährige. Zu Spitzenzeiten, beispielsweise in der Erntezeit, an die 60, weiß sie vom Erzählen. So würden sich auch die Anbauten erklären. Die allerdings seien echte Energieschlucker, weiß Roberto Albrecht. Ebenso wie das schon lange leer stehende Obergeschoss. Als die Kaufentscheidung fiel, waren sich Albrechts einig, „wir ziehen ins Haus zurück“.

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Tageszeitung und auf Epaper.


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