Jesendorf : Tagesbereitschaft ist ein Problem

Rechenschaftsbericht von Wehrführer Thomas Jahn auf der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Jesendorf.  Fotos: Roland Güttler
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Rechenschaftsbericht von Wehrführer Thomas Jahn auf der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Jesendorf. Fotos: Roland Güttler

Jesendorfer Feuerwehr konnte im Vorjahr deswegen einmal gar nicht ausrücken. Viele Kameraden arbeiten auswärts

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10. März 2016, 12:00 Uhr

„2015 war ein Jahr mit erhöhtem Aufkommen. Wir kamen auf 15 Einsätze, 2014 waren es nur sieben gewesen“, so Wehrführer Thomas Jahn auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Jesendorf. Die 15 Einsätze teilten sich wie folgt auf: 3-mal Brand und 12-mal technische Hilfeleistung. Jahn: „Leider hatten wir auch einen Toten, einen Angler.“

„Und einmal“, muss der Wehrführer konstatieren, „konnten wir zu einem Einsatz nicht ausrücken, weil wir zu wenige Kameraden waren.“ In der Woche von 18 bis 6 Uhr sowie am Wochenende sei man voll einsatzfähig. Am Tage wäre dies freilich nur mit Unterstützung anderer Wehren möglich, „oder leider einmal gar nicht“, nahm Jahn nochmals darauf Bezug. Zudem sprach der in Hasenwinkel Wohnende kritisch an, dass die Ausbildungsquote im Vorjahr unter 50 Prozent lag. Das habe mit den Arbeitsorten zu tun, viele Wehrleute arbeiteten auswärts, „aber auch mit Pflichtbewusstsein“, bemerkte Jahn und fügte hinzu: „Hoffentlich verändert sich das dieses Jahr!“


Ausbildung: Mit Warin gemeinsam angeregt


Auf die mangelnde Anwesenheit zur Ausbildung und Schulung ging auch der neue Amtswehrführer Lars Krasemann (Neukloster) bei seinem Jesendorfer Antrittsbesuch ein: „Ich hoffe, dass die Tageseinsatzbereitschaft in der Woche künftig gewährleistet wird und wenigstens mit einer Staffel ausgerückt werden kann“, so Krasemann. Er regte zudem an, in Abständen „mit der Wariner Wehr gemeinsame Ausbildung zu machen“ und kündigte schon mal Einsatzübungen an, „bei denen wir die Feuerwehr Jesendorf nicht ausschließen werden“.

Und auch Thomas Jahn informierte seine (mit ihm) 20 aktiven Kameraden über eine 2016er-Einsatzübung im Haus Confidence in Jesendorf.

Insgesamt zählt die Wehr, die auch für die Gemeinde Bibow zuständig ist, da es dort keine eigene gibt, 40 Mitglieder. Neben den 20 Aktiven sind es zwei in der Reserve, eines in der Ehrenabteilung sowie 17 Jungen und Mädchen in der Jugendwehr – darunter fünf aus der Gemeinde Ventschow.

Auf Letztere ist man mächtig stolz, dafür wurde dem langjährigen Jugendwart Arno Diederichs auf der Versammlung auch von Bürgermeister Arne Jöhnk ausdrücklich gedankt. „Die freiwillige Feuerwehr ist der größte Verein in der Gemeinde und der einzige mit einer Jugendarbeit. 17 Mitglieder in der Jugendwehr, das zeigt die tolle Arbeit“, so Jöhnk. Auch Bibows Bürgermeister Dettlef Lukat sprach den Kameraden seinen Dank aus und thematisierte zugleich das Löschwasserproblem (Leistungsfähigkeit der Hydranten) in seiner Gemeinde. Man arbeite an Veränderungen.

Zudem wurde Hauptfeuerwehrmann Thomas Schulz, der „seit 19 Jahren dabei ist“, der neue Gerätewart in geheimer Wahl mit 18:3 Stimmen.

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