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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

15. Dezember 2017 | 03:53 Uhr

Jesendorf : „Tagebuch einer Bibel“ und mehr

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

„Texte und Lieder – besinnliche halbe Stunde zum Jahreswechsel“ in der Dorfkirche Jesendorf. Die Veranstaltung gibt es bereits seit 2000.

von
erstellt am 02.Jan.2017 | 21:00 Uhr

„Und auf einmal sind sie doch wieder alle da!“ Der es sagt, ist Martin Maercker aus Büschow und die er mit seinem Ausspruch meint, sind die Besucher in der Jesendorfer Kirche am Silvesterabend um 20.30 Uhr. Seit Jahren wird hier am 31. Dezember zu „Texte und Lieder – besinnliche halbe Stunde zum Jahreswechsel“ eingeladen. An die
40 Zuhörer kamen diesmal. „Manchmal waren es auch schon um die 60“, so Maercker. Zwischen den beiden Zahlen bewege sich das stets seit dem Beginn im Jahr 2000 – seinerzeit noch im Haus von Christoph Eckert in Bibow.

Vieles läuft über kurzfristige Absprachen und gekonntes Improvisieren. Martin Maerckers Frau Renate und deren Schwester Elisabeth Jabs aus Bibow spielten auf der Blockflöte u.a. aus Vivace von Georg Philipp Telemann; Schwager Christoph Munzlinger (Klein Görnow) saß am E-Piano. Zudem gab es einen Überraschungsgast mit Roberto Schulzke aus Hamburg, der aus Neukloster stammt und „ein guter Freund der Maerkers“ ist. Schulzke platzierte sich und spielte auf der Cajón, einem südamerikanischen Perkussion-Instrument. In Deutschland wird die Cajón – wegen ihres Aussehens – auch Kistentrommel genannt. Ob einzeln, als Trio oder Quartett – der musikalische Bogen spannte sich von „Alle Jahre wieder“ über Luthers „Ein feste Burg“ bis hin zu „Hallelujah“ als „Erinnerung an in diesem Jahr (2016) verstorbenen Leonard Cohen“, so Munzlinger.

Verbunden durch Martin Maerckers kurze nachdenkliche Texte wie dem monatlichen „Tagebuch einer Bibel“, die im Juli im Urlaubskoffer mitreist und – ungelesen – im August sagt: „Bin noch immer im Koffer“. Maercker sorgte aber auch mit jiddischen Witzen ebenso für Heiterkeit wie auch mit Aphorismen zum Thema Heiraten und verheiratet sein. Martin Maercker stieg hier mit Alfred Hitchcock ein: „Richtig verheiratet ist ein Mann erst, wenn er jedes Wort versteht, was seine Frau nicht gesagt hat“ – und endete mit Sokrates: „Heirate oder heirate nicht, du wirst beides bereuen.“ In dem Sinne: Auf ein gutes 2017!

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