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Fit 2017: Baldur Beyer aus Witzin : Täglich 10 000 Schritte

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

„Sport und Musik ist meine Lebensphilosophie“, verkündet der 80-jährige Baldur Beyer aus Witzin.

von
erstellt am 24.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Tipps helfen nicht, es muss eine Lebensphilosophie sein, wenn mit Hilfe des Sports und kreativer Musik die eigene Lebensqualität verbessert werden soll. Leider geht, vorwiegend mit zunehmendem Alter, die Kurve der allgemeinen Fitness vieler Menschen in Deutschland steil nach unten.

Zur Kultur in Deutschland müsste eine nachhaltige körperliche Erziehung und eine optimale geistige Bildung für alle gehören. Unser deutsches Schulsystem hat auf diesem Gebiet versagt. Es fehlt an allen Schulen die tägliche Sportstunde.

Nun aber zu meinem Thema: „Fit in das Jahr 2017“

Sportliches Verhalten jemandem einreden zu wollen, ist ohne persönliche Einsicht völlig Fehl am Platze. Auch wenn bekannt ist, dass ein sportlich bewegtes Alltagsleben die Lebenserwartung heutiger Generationen z.B. in Deutschland um durchschnittlich sieben Jahre verlängern lässt, tun sich Menschen in unserem Lande mit der eigenen Fitness sehr schwer. Bei Problemen, ist dann die Medizin gefragt, oft ist es zu spät.

Dabei ist es leicht zu verstehen, was passiert, wenn unsere Muskeln, die Knochen und das gesamte Nervensystem nicht mit genügend Impulsen versorgt werden. Nervenbahnen, Knochen und Muskeln müssen gereizt werden, damit sie sich herausbilden, wachsen und lange erhalten bleiben. Fehlen diese Reize, schont sich der Körper.

Meine gegenwärtige Lebenssituation wird selbst im Altersbereich (80 Jahre) immer noch von täglicher sportlicher Aktivität und eigenen Anforderungen im musikalischen Bereich (Alphorn, Mandoline, Jagdhorn und Flöte) bestimmt. So gehören feste tägliche Zeiten meines Tagesablaufes der körperlichen Belastung. Körper und Geist werden im Wechsel von Spannung und Entspannung aktiviert und gefordert. So folgt dem täglichen Ausdauerlauf am Vormittag eine angemessene Krafteinheit mit der Gewichthantel am Nachmittag usw.. Und dem anstrengenden Üben der Alphornton-Intervalle und der Notenarbeit folgen eigene lieb gewordene Melodien mit den Musikinstrumenten als Ausgleich und zur Entspannung.

Für die eigene Fitness ist es erheblich, das eigene Wollen für sich zu definieren. „Ich will Spannung erzeugen, weil es meiner Gesundheit gut tut!“ Und dieses Wissen und Wollen ist eine Voraussetzung, positive Erwartungshaltungen schon mit kleinen Schritten und Erfolgen zu erreichen. Natürlich gibt es auch Rückschläge und Sportverletzungen, sie gehören dazu. Eine Entspannung kann nur dann wirksam werden, wenn eine entsprechende Anspannung durch eine bewusste Aktivität vorausgegangen ist.

Sport im Verein ist besonders für die persönliche Motivation gut. Bedeutet aber nicht alles.

Der Individualsport wird zukünftig an Bedeutung gewinnen. Die persönlichen Leistungsfortschritte sollten bei regelmäßigen breitensportlichen Wettkämpfen (z.B. bei Laufwettbewerben) ein Kontrollmechanismus der eigenen körperlichen Fitness sein. Es muss jedoch immer eine ausgewogene Balance zu seiner eigenen Erwartungshaltung gefunden werden.

Was tun im Winter?

Die Schatzkiste Sport bietet drei wesentliche Belastungsmöglichkeiten zur Entwicklung von Kraft, Koordination und Ausdauer. Für die körperliche Fitness ist es von Bedeutung, angemessene Belastungen in der Ausdauer, also Läufe von mindestens 30 Minuten, Beweglichkeit (Gymnastik, Balanceübungen, Inlineskaten, Einbeinstand, Trampolin, usw.) und die Kraftarbeit für die großen Muskelgruppen an der Krafthantel, oder Liegestütze, Klimmzüge und andere Halteübungen.

Auch Angler oder Jäger mit Rucksack, Geräten und schweren Stiefeln vollbringen bei ihren typischen Streifzügen in dieser Jahreszeit wahre sportliche Belastungen zum Wohle ihrer Fitness. Die Palette der sportlichen Belastung ist unendlich lang. Und natürlich bietet auch der Winter viele Möglichkeiten, z.B. das Schlittschuh- oder Skilaufen, das Wandern im Schnee, Eisangeln, Schlittenfahren…

Aber – man muss es wollen. Es nicht immer einfach, seine sportlichen Vorsätze einzuhalten. Und manchmal tut es auch weh. Sportpädagogen und Mediziner sind sich darüber einig, dass eine Messlatte für die tägliche Aktivität die gemessene Anzahl der Schritte sein kann. Es sollten täglich 10 000 Schritt-Bewegungen sein. Zugegeben, auch ich schaffe dieses Soll nicht jeden Tag, dann gibt es eben eine kleine persönliche Strafrunde als Ausgleich mit anderen sportlichen Aktivitäten.

NEUE SERIE: Fit 2017 – allein oder im Verein


Viele Kalorien und damit ggf. auch einige Pfunde mehr  wieder abzubauen, ist ein beliebter Vorsatz fürs neue Jahr. Neben maßvollerem und durchaus  gesünderem Essen  stehen auch sportliche Aktivitäten gleich welcher Art mit obenan. Dies kann der Besuch eines Fitnessstudios ebenso sein wie  Sport mit Gleichgesinnten in einem Verein bzw. einer Gruppe ohne Mitgliedschaft. Oder man hält es mit einem regelmäßigen längerem Spaziergang – ob beim Nording Walking oder einfach ganz ohne Stöcker etc.

Egal wie. Lassen Sie, liebe Leser, es uns wissen:

Wie halten Sie sich fit? Wie werden Sie „Fit 2017“ bzw. bleiben es? Allein? Oder lieber mit Gleichgesinnten (ggf. im Verein), weil so der Kampf gegen den inneren Schweinehund leichter fällt?

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen, gern auch mit einem Foto.

Schreiben oder mailen Sie an:

  • SVZ Sternberg
    Am Markt 2
    19406 Sternberg
  • E-Mail: sternberg@svz.de
  • Stichwort: Fit 2017
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