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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

19. November 2017 | 04:26 Uhr

SVZ-Leser: Schlechte Jobsituation

vom

svz.de von
erstellt am 23.Mär.2012 | 06:44 Uhr

Sternberg/Brüel/Warin | Wie lebenswert ist Ihre Heimat ohne Arbeitsplatz? Garnicht! Das ist das Fazit für den Bereich Arbeit in der großen Lebenswert-Umfrage unserer Zeitung. Wurden die Bereiche Familienfreundlichkeit und Freizeit noch mit einer guten Note 3 bewertet, rutscht der Notenschnitt bei der Arbeitssituation stark ab. Ein Blick in die Arbeitslosenzahlen im Bereich der Geschäftsstelle Sternberg der Bundesagentur für Arbeit verrät wieso: Im Februar betrug die Arbeitslosenquote 16,2 Prozent. Insgesamt hatten 447 Frauen und 627 Männer keinen Job. Das waren 41 mehr als im Januar. Den Unternehmen fehlt der Nachwuchs und ältere Arbeitnehmer finden selten eine Anstellung. Das sagen die Statistiken, doch wie sehen die Teilnehmer unserer Lebenswert-Studie die Situation auf dem Arbeitsmarkt?

Im Bereich Sternberg-Brüel-Warin schätzen Sie, liebe Leser mit einer durchschnittlichen Note von 4,1 die Jobsituation sehr schwierig ein. 40 Prozent von Ihnen verteilen die Note 4. Die Note 5 vergeben 28 Prozent, die Note 6 vier Prozent. Als "befriedigend" beurteilen die Situation 15 Prozent. Nur wenige schätzen berufliche Perspektiven, Stellenangebot und Bezahlung positiv ein. Lediglich sechs Prozent beurteilen die Situation als "gut", niemand als "sehr gut".

Ein Leser aus Ventschow kritisiert, dass in seinem Ort nur für wenige Menschen Arbeit vorhanden sei und alle anderen teilweise sehr weit zu ihren Arbeitsstätten fahren müssten, einige sogar bis Hamburg.

Eine Warinerin beklagt die hohen Arbeitslosenzahlen unter den Jugendlichen. Keine neuen Stellen bemängeln Leser aus Zahrensdorf. "Da wenige Arbeitsplätze vorhanden sind, ziehen die Leute fort und die Häuser bleiben leer und zerfallen", sagt eine Leserin aus Brüel.

Die wirtschaftliche Entwicklung in den letzten fünf Jahren bewerten die Befragten weniger kritisch. Das belegt die durchschnittliche Note von 3,4. J eder Dritte bezeichnet die Entwicklung als "befriedigend", jeder Fünfte als "gut". Als "sehr gut" schätzt sie niemand ein. Die Note 4 vergibt jeder Vierte. 15 Prozent erteilen die Note 5, niemand die Note 6.

Ein Teilnehmer unserer Befragung aus Warin wünscht sich, dass in seinem Ort Arbeitsplätze geschaffen werden, indem Industrie angesiedelt oder das ehemalige Krankenhaus im Ort genutzt wird. Zudem findet er, dass der Tourismus mehr in den Vordergrund treten sollte.

Eine Leserin aus Neuhof nimmt ihre Mitbürger in die Pflicht: "Wenn die Einwohner nicht selbst das Heft in die Hand nehmen, wird die Zukunft der Gemeinde nicht rosig sein. Aber es engagieren sich zu wenig."

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