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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

22. November 2017 | 16:15 Uhr

Naturgewalt in Keetz : Sturm drückt Fassade ein

vom

In der Fassade des Gutshauses in Keez klafft ein riesiges Loch. Reste von Rahmen lassen erahnen, dass hier einmal Fenster eingebaut waren. Vermutlich entstand der Schaden durch den Sturm vor wenigen Tagen.

svz.de von
erstellt am 08.Feb.2013 | 05:39 Uhr

Keez | In der Fassade des Gutshauses in Keez - eine Anlage der Barockzeit - klafft ein riesiges Loch und gibt den Blick in die Zimmer frei. Reste von Rahmen lassen erahnen, dass hier einmal Fenster eingebaut waren. "Oben in der Pappdecke war ein Riss. Den Schaden hat wahrscheinlich der Sturm vor wenigen Tagen verursacht", sagt Raingard Berger, die Gutshäuser in Warkstorf und in Klein Grabow besitzt und sich dem Schutz kulturhistorisch wertvoller Gebäude verschrieben hat. So war sie auch auf die Anlage in Keez aufmerksam geworden und hatte im vergangenen September gemeinsam mit Dr. Felix Lüdemann, Eigentümer des Gutshauses in Weitendorf, und in Abstimmung mit den Besitzern eine erste Notsicherung durchgeführt (SVZ berichtete).

"Ich habe gleich Fotos von dem Schaden am Gutshaus zu den Eigentümern gemailt und hoffe, dass sie nun ganz schnell reagieren", sagt Berger auf SVZ-Anfrage. Nach der Notsicherung des Hauses im vergangenen September, bei der u. a. Brüeler Kameraden im Rahmen eines Ausbildungstages reichlich Strauchwerk vom Mauerwerk entfernten und so wieder Sonne an die Fassade ließen, hatten die Eigentümer Karlheinz Lippmann und Günther Hilmer, Gesellschafter der Firma HIT Holz industrie Torgau in Sachsen, gegenüber Raingard Berger angekündigt, zeitnah selbst einmal vor Ort zu kommen. Lippmann war inzwischen in Keez. "Wir haben uns persönlich kennen gelernt. Ich habe mir viel Zeit genommen. Wir haben u. a. mehrere Gutshäuser in der Region besichtigt, auch innen, so dass Herr Lippmann auch gesehen hat, was man aus so einem Haus machen kann", sagt Berger, die sich weiterhin sehr optimistisch zeigt. "Ich habe erfahren, welchen historischen Wert die ehemalige Gutsanlage Keez für Westmecklenburg hatte. Die eigentliche Bausubstanz ist wirklich wertvoll, was man von außen nicht sieht. Deshalb kann man nur unterstützen, dass das Gutshaus als Kulturgut erhalten bleibt und genutzt wird", sagt Brüels Bürgermeister Jürgen Goldberg. Auch er war bei dem Treffen mit Lippmann dabei. Bei dem Treffen herrschte Einigkeit darüber, dass nun ein Nutzungskonzept hermüsse, damit Investitionen möglich werden, so Goldberg.

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