Sternberg : Studium, Lehre und weiter Schule

Großer Bahnhof für die jahrgangsbesten Absolventen der Sternberger Schulen: Maik Rädler vom Gymnasialteil (3.v.l.), Franziska Hamann von der Regionalen Schule (2.v.r.) und Ellen Chmielewski von der Förderschule (4.v.r.). Bei einem kleinen Empfang von Bürgermeister  Jochen Quandt (3.v.r.), Bürgervorsteher Eckhardt Fichelmann (r.) und Heidemarie Lahl, Vorsitzende des Sozialausschusses der Stadtvertretung (4.v.l.), waren auch die Schulleiterinnen Petra Langpap (Verbundene Regionale Schule und Gymnasium  „David Franck“/2.v.l.) und  Annett Laß (Förderschule mit den Schwerpunkten Lernen und geistige Entwicklung/l.).
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Großer Bahnhof für die jahrgangsbesten Absolventen der Sternberger Schulen: Maik Rädler vom Gymnasialteil (3.v.l.), Franziska Hamann von der Regionalen Schule (2.v.r.) und Ellen Chmielewski von der Förderschule (4.v.r.). Bei einem kleinen Empfang von Bürgermeister Jochen Quandt (3.v.r.), Bürgervorsteher Eckhardt Fichelmann (r.) und Heidemarie Lahl, Vorsitzende des Sozialausschusses der Stadtvertretung (4.v.l.), waren auch die Schulleiterinnen Petra Langpap (Verbundene Regionale Schule und Gymnasium „David Franck“/2.v.l.) und Annett Laß (Förderschule mit den Schwerpunkten Lernen und geistige Entwicklung/l.).

Die jahrgangsbesten Absolventen der Sternberger Schulen gehen ganz unterschiedliche Wege. Als Anerkennung waren sie zu einem kleinen Empfang ins Rathaus eingeladen.

svz.de von
10. Juli 2014, 15:47 Uhr

Maik Rädler aus Brüel wurde mit der Durchschnittsnote 1,6 Primus unter den 16 Abiturienten von Verbundener Regionaler Schule und Gymnasium „David Franck“. Im Regionalschulteil erreichte die Sternbergerin Franziska Hamann mit 1,5 den besten Zensurendurchschnitt und in der Förderschule mit den Schwerpunkten Lernen und geistige Entwicklung Ellen Chmielewski mit 2,6. Sie
erhielten dafür bei einem kleinen Empfang im Rathaus eine Urkunde, als dauerhaftes Andenken echten Sternberger Kuchen und zum Probieren ein dem nachempfundenes leckeres Gebäck, das die Köche des Seehotels kreiert haben.


Berufswünsche haben mit Kindern zu tun


Im Vorjahr sei er gefragt worden, sagt Bürgermeister Jochen Quandt, seit wann die jahrgangsbesten Absolventen auf diese Weise geehrt werden. Er habe die Antwort schuldig bleiben müssen. Bei einer ganz anderen Suche sei er dann, so Quandt lächelnd, zufällig auf den Termin gestoßen: 21. Juli 2000. Er beglückwünsche ebenso alle Jugendlichen, die ihre Schulzeit erfolgreich hinter sich gebracht haben. Das Lernen höre allerdings nie auf, ob nun Studium oder Lehrausbildung folgten. Und selbst Erwachsene, die schon lange im Arbeitsleben stehen, wüssten das. Es wäre eine wichtige Grundlage für Erfolg und Freude im Beruf.

Maik Rädler möchte Lehrer im Gymnasialbereich werden. Das quittiert nicht nur Petra Langpap, Leiterin von Verbundener Regionaler Schule und Gymnasium, mit Freude und Stolz. Er habe sich an drei Universitäten beworben, erzählt der Brüeler Abiturient, und erhoffe zumindest von einer die Zusage. Als Fächer habe er sich für Geografie und Biologie entschieden. Im Sommer wird der junge Mann dreieinhalb Wochen bei Bauer Korl auf dem Golchener Hof als Kinderbetreuer arbeiten. Das zweite Mal schon, und er sei fest überzeugt, dass ihm das wieder viel Spaß mache. In der Zeit würden dort viele Familien ihren Urlaub verbringen. Die Arbeit mit den Kindern sei eine gute Einstimmung für das Lehrerstudium, stimmen Petra Langpap und Annett Laß, Leiterin der Förderschule, vollkommen überein.

Franziska Hamann, deren Mutter mit an dem Empfang teilnahm, beginnt eine Ausbildung zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin. Ausbildungsvertrag und Unterkunft in Schwerin seien unter Dach und Fach. Kinderkrankenschwester dürfte für diesen schönen Beruf bekannter sein. „Das ist wie bei der Arzthelferin, die heute als Medizinische Fachangestellte bezeichnet wird“, wirft Bürgervorsteher Eckhardt Fichelmann, der als niedergelassener Arzt praktiziert, schmunzelnd ein. So wie sie hätten die meisten ihrer Mitschüler eine Lehrstelle. Drei machten ein Freiwilliges Soziales bzw. Ökologisches Jahr (FSJ/FÖJ).

Ellen Chmielewski geht in Parchim weiter zur Schule. Das wäre nun auch in Sternberg möglich gewesen. Die Sternberger Förderschule gehöre zu den 27 in MV, die auf Antrag den Zuschlag bekommen hätten, dass die Jugendlichen ein freiwilliges zehntes Schuljahr absolvieren können. „Deshalb haben wir nur sechs Schulabgänger“, erklärt Annett Laß. Diese Regelung müsse jedoch jedes Jahr neu beantragt werden. Die Zustimmung hänge von der Schülerzahl und den finanziellen Möglichkeiten des Landes ab.


Noch reichlich freie Lehrstellen in der Region


Bei diesen Begegnungen im Rathaus wirbt der Bürgermeister auch gern für die Stadt. Hier sei kein Studium möglich, aber eine Lehre. Habe es vor Jahren weniger Ausbildungsplätze als Schulabgänger gegeben, so treffe inzwischen genau das Gegenteil zu, sagt Quandt. Er wisse von EcoMotion, dass Bewerber für eine Lehrstelle als Mechatroniker gesucht würden. Auch laut Agentur für Arbeit stehen noch reichlich Ausbildungsplätze im Geschäftsstellenbezirk Sternberg zur Verfügung (SVZ berichtete). Und: Die Erwachsenen in der Runde seien auch einmal weg gewesen und zurückgekehrt, rundet der Bürgermeister seine Hoffnung ab, dass junge Leute der Region treu bleiben.

Nächstes Jahr wird es noch schwerer, Jahrgangsbester zu werden. In der Abiturklasse gibt es einen deutlichen Anstieg auf 26 Schüler, blickt die Schulleiterin voraus. Im Regionalschulbereich werden es 25 Mädchen und Jungen in zwei Klassen sein.

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