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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

20. November 2017 | 22:18 Uhr

Warin : Strickliesel für Loops und runde Sachen

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Warinerin Gisela Fleischer ist bei der 11. Kreativmesse in der Wismarer Markthalle mit eigenem Stand vertreten.

svz.de von
erstellt am 14.Okt.2014 | 17:46 Uhr

Am 19. Oktober von 9.30 bis 18 Uhr startet die 11. Kreativmesse in der Wismarer Markthalle am Alten Hafen, ebenso lange ist Gisela Fleischer dabei. Der Eintritt ist für Kinder frei. Ab 14 Jahre kostet es 2,50 Euro.

Die Inhaberin des Wariner Geschäfts „Nadel & Faden“ freut sich schon darauf. „Wir haben mit zehn Händlern begonnen. Diesmal werden es 25 sein. Überwiegend sind es Bastelstände. Mein Stand ist der einzige, an dem Wolle mit der Nadel verarbeitet wird“, erzählt die 57-Jährige. „Damit bin ich auch auf Messen in Schwerin und Neubrandenburg.“

Die Warinerin hat Wolle und Produkte mit und zeigt vor Ort die Vorgehensweise. Mit Hilfe der „Strickliesel“ können Besucher innerhalb von einer Viertel Stunde selbst einen Loop-Schal stricken und haben so ihr Erfolgserlebnis. „Weil die Leute es sich nicht vorstellen können, wenn sie die Strickliesel sehen, habe ich von den verschiedenen Wollsorten jeweils ein Muster liegen“, erläutert Gisela Fleischer. Selber schreibt sie auch Muster und bietet diese für einen kleinen Obolus an.

Neues und Altbewährtes kommt bei den Leuten immer gut an, weiß die Warinerin. So hat sie eine große Strickliesel mit – für Loops und runde Stricksachen. „Ganz stolz sind die Kinder, wenn sie mit einer kleinen Strickliesel, wie wir sie alle noch von früher kennen, eine Kordel gefertigt haben. Aber auch Väter sind stolz, wenn sie aus Wolle etwas geschaffen haben. Man soll sich nicht täuschen, dass es immer nur Frauen sind, die Wolle verarbeiten“, sagt Gisela Fleischer und stellt die große Strickmaschine auf den Tisch.

Bis vor einigen Jahren waren Handarbeiten so gar nicht ihr Ding. Bei ihrer Mutter musste sie Strümpfe stopfen lernen. In der Schule gab es das Fach Nadelarbeit. Selber hat Gisela Fleischer aber nicht unbedingt viel am Hut gehabt mit Handarbeit. Das änderte sich, als die gelernte Verkäuferin für Waren des täglichen Bedarfs, wie es damals hieß, 1999 im eigenen Hause ihr Geschäft für Handarbeit, Zubehör, Wolle und Kurzwaren eröffnete. Damit machte sie sich aus der Arbeitslosigkeit heraus selbstständig.

Inzwischen ist sie täglich zu Kursen unterwegs in Dörfern der Region und ist froh, wenn Feierabend ist. Dann nimmt sie gerne mal ein gutes Buch zur Hand. „Ich bin von Haus aus neugierig. Wenn ich etwas Neues entdecke, was Handarbeit betrifft, setzte ich mich meistens sofort ran und probiere es aus. Mit den Frauen tauschen wir uns untereinander aus, wie was leichter zu machen ist. So auch zum Waschen von Wolle. Früher war das billige grüne Haarwaschmittel super geeignet für Wolle. Heute gibt es solche Haarwaschmittel nicht mehr, überall sind chemische Stoffe drin. Vor allem empfehle ich, keinen Weichspüler für Wollsachen zu benutzen“, so die Fachfrau aus Warin.




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