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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

12. Dezember 2017 | 15:17 Uhr

Sternberg : Straßenbau bis auf den Grund

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die letzten Arbeiten in der Sternberger Philipp-Müller-Straße haben begonnen: Das Pflaster bekommt einen völlig neuen Unterbau mit Frostschutz- und Schottertragschicht.

von
erstellt am 16.Jul.2015 | 20:29 Uhr

Neue Leitungen für Erdgas, Trinkwasser und Telefon liegen in der Erde. Vorige Woche kamen in der Sternberger Philipp-Müller-Straße die Telefonmasten weg, die teils im Wege standen, aber auch nicht mehr ins Bild passten. Zum Abschluss der Komplettsanierung ist begonnen worden, die Straße samt der Gehwege fertig zu stellen.

Derzeit wird der alte Boden ausgebaggert und weggefahren, bevor ein völlig neuer Unterbau hinein kommt, angefangen mit einer „auftragenden Frostschutzschicht“, wie Maik Kugler vom Tief- und Straßenbau Geltmeier in Güstrow erklärt. Die wird eine Höhe von 25 bis 30 Zentimetern haben. Sie variiere an manchen Stellen, weil „viel Kabelage in der Erde liegt und wir danach alles anpassen müssen“. Der Bau einer völlig neuen Straße sei für alle Beteiligten angenehmer und gehe schneller.


Anlieger mit Verständnis, Urlauber weniger


Auf den Frostschutz kommt eine Schottertragschicht von 20 bis 25 Zentimetern und erst darauf das Pflasterbett. Fahrbahn und Gehwege erhalten über eine Gesamtbreite von 5,50 Metern Betonsteinpflaster in einer Ebene. Die Philipp-Müller-Straße wird daher zum verkehrsberuhigten Bereich, in dem Fußgänger und Fahrzeuge gleichberechtigt sind und gegenseitig Rücksicht nehmen müssen; es darf nur mit Schrittgeschwindigkeit gefahren werden.

Derzeit wird am ersten von vier Abschnitten gearbeitet. Begonnen wurde am Parkplatz für die Ferienhaussiedlung. Von dort geht es zunächst im Uhrzeigersinn weiter. Mit dieser Einteilung soll der größte Teil der Straße befahrbar bleiben. „Der erste Abschnitt soll Ende des Monats bis Oberkante Pflaster fertig sein“, rechnet Kugler. Zwischendurch werde alles so hergerichtet, dass die Grundstücke am Wochenende befahrbar sind. „Wir wollen den Anwohnern möglichst weit entgegen kommen.“ Diese hätten ein großes Lob für die Geduld und das Verständnis verdient, sind sich Kugler und sein Kollege René Ochmann einig. Es gäbe da „überhaupt keine Probleme“. Sie würden es sicher genauso sehen, dass „wir die Kuh nur Hand in Hand vom Eis kriegen“, meint der Straßenbauer. Lediglich einige Urlauber seien wegen der Baustelle „ungnädig“ gewesen. Für sie wurde jedoch eine Behelfszufahrt zum Parkplatz geschaffen. Gegenwärtig sind die Güstrower Straßenbauer zu viert im Einsatz, ab nächste Woche, wenn die Pflasterarbeiten beginnen, werden es sieben sein.

Die Gesamtkosten für die Sanierung der Straße sind mit 263 820 Euro veranschlagt. Die Fördermittel, die kurzfristig zur Verfügung standen,
betragen 145 300 Euro. Den Eigenanteil Sternbergs hat die Stadtvertretung über den 1. Nachtrag in den Haushalt eingestellt.

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