Sporthalle Warin : Strammer Zeitplan bis Ende Juli

Das Hallengebäude samt Sanitärtrakt ist eingerüstet. Die Sanierung hat am 16. Februar begonnen.
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Das Hallengebäude samt Sanitärtrakt ist eingerüstet. Die Sanierung hat am 16. Februar begonnen.

Bei der Sanierung der Wariner Sporthalle wurde gestern das neue Dach fertig. / Nach der Ausschreibung aller Gewerke liegt die Gesamtsumme ein Fünftel unter Kostenrechnung.

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12. März 2015, 20:45 Uhr

Die Sonne spiegelt sich im neuen Hallendach: Ein erster Abschnitt bei der Sanierung der Sporthalle an der Wariner Grundschule wurde gestern bis auf Kleinigkeiten fertig. 8,80 Meter lange und 60 Zentimeter breite Zinkbahnen sind bei dieser Stehfalzeindeckung verbunden, der eine Haltbarkeit von 50 bis 100 Jahren bescheinigt wird. Die gesamte Dachfläche umfasst 750 Quadratmeter.

Nun erhalten noch Gesimskasten und linker Giebel eine Haut aus Zinkblech wie das Dach der Halle. Der rechte Giebel vom Schulhof aus
gesehen ist bereits damit versehen. Für Jan Rutenberg, Ronny Lehrmund und Martin Rudzko ein echtes Heimspiel, wie sie sagen, denn der Auftrag war an die Wariner Bauklempnerei Stefan Kosmala gegangen. Sonst seien die Wege zu den Baustellen oft um Weiten länger.


Aufträge überwiegend an heimische Firmen


Die Sanierung von Halle und Sanitärtrakt, nach der Kindertagesstätte die größte Investition im diesjährigen Haushalt der Stadt, hat mit dem zweiten Schulhalbjahr am 16. Februar begonnen. „Eigentlich wollten wir in den Winterferien anfangen, aber wir mussten auf die Genehmigung für den Abriss des Hallendachs warten. Bei Asbest dauert das ein paar Wochen länger“, erklärt Rico Benthin vom Planungsbüro Polzer in Neukloster.

An dem Ziel, die Sanierung bis Ende Juli abzuschließen, werde dennoch festgehalten. „Wir wissen, das ist ein strammer Zeitplan. Doch wir haben auch Glück, dass die Firmen zu dieser Zeit erst wenig große Aufträge und deshalb freie Kapazitäten haben“, freut sich der Planer.

Gleichzeitig seien günstige Preise erzielt worden. „Die Ausschreibung ist gut gelaufen. Wir liegen insgesamt etwa 20 Prozent unter der Kostenberechnung, bei einigen Gewerken recht deutlich, bei anderen weniger“, sagt Anke Mansour, Leiterin des Bauamtes Neukloster-Warin. Die Lose seien beschränkt ausgeschrieben gewesen, wie es der so genannte Wertgrenzenerlass ermögliche, und die Aufträge überwiegend an Handwerksbetriebe aus Warin und der näheren Umgebung gegangen. „Die können günstiger kalkulieren, weil die Anfahrtswege viel kürzer sind als bei denen, die von sonstwo kommen“, meint der Planer. So werde nach dem Hallendach als nächstes auch das vom Sanitärtrakt durch eine Wariner Firma, die Dirk Friedrich Bedachungs GmbH, erneuert, wegen der geringen Neigung wie bisher mit Bitumen.

Lediglich für Arbeiten, für die es keine heimischen Anbieter gäbe, kämen die Firmen von weiter her, wie zum Einbau der ballwurfsicheren
Decke, des Sportbodens und des Prallschutzes an den Wänden. Die Verglasung oben in den Hallenwänden, die extrem wärmeisolierend und schlagfest sein müsse, erledige eine Spezialfirma aus Berlin, so die Bauamtsleiterin.

Für das dringend nötige Vorhaben, das dem Schul- und Vereinssport Sicherheit gibt, überbrachte Innenminister Lorenz Caffier im Juni 2014 einen Förderbescheid über 200 454 Euro. Dem hatte allerdings eine Grobplanung zugrunde gelegen, die mit der Antragstellung drei Jahre alt war. Gestiegene Baupreise und eine Projekterweiterung sprengten inzwischen den Kostenrahmen. So wird jetzt der Zuschnitt vom Sanitärtrakt verändert. „Der war völlig verwinkelt. Um in die Halle zu kommen, ging es um drei Ecken. Deshalb werden Wände geschlossen und an anderer Stelle neue hochgezogen“, erklärt Mansour. Dadurch erhalte die Halle einen direkten Zugang.

In der Konsequenz hat die Stadtvertretung auf ihrer letzten Sitzung 2014 die für die Sanierung geplanten Kosten von 600 000 Euro um 150 000 aufgestockt. Am Fördermittelbescheid ändere sich dagegen nichts. „Wir haben versucht, woanders noch Fördergelder einzuwerben, aber das ist uns nicht gelungen“, sagt die Bauamtschefin. Wenn es nun bei den 20 Prozent unter der aktuellen Kostenberechnung bliebe, käme die vorherige Summe wieder in Reichweite, doch Mansour warnt: „Abgerechnet wird erst zum Schluss.“ Bei einer Sanierung könne es immer wieder zu Unwägbarkeiten kommen.

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