Sternberg : Stimmgewaltiger Schülerchor

Der Chor von Verbundener Regionaler Schule und Gymnasium „David Franck“ unter Leitung von Kerstin Gidde - hier bei seinem Auftritt auf dem Sternberger Neujahrsempfang.
Der Chor von Verbundener Regionaler Schule und Gymnasium „David Franck“ unter Leitung von Kerstin Gidde - hier bei seinem Auftritt auf dem Sternberger Neujahrsempfang.

54 Mädchen und Jungen proben immer mittwochs in der Aula des Sternberger Gymnasiums. Doch dem Chor fehlt es an Stimmen.

svz.de von
11. November 2014, 16:00 Uhr

Jeden Mittwoch ab 14 Uhr kann man regelrecht dabei zusehen, wie sich die Aula der Verbundenen Regionalen Schule und Gymnasium Sternberg im Sekundentakt füllt. Der Grund: Die wöchentliche Chorprobe des Schülerchors des David-Franck-Gymnasiums beginnt. Insgesamt kommen 54 Mitglieder aus den Klassen acht bis elf. Was sich zwar viel anhört, allerdings ein Problem für die zwei Stimmgruppen Tenor und Bass ist: Diese sind nämlich stark unterbesetzt und müssen versuchen, sich beim Singen gegen die anderen Stimmgruppen Sopran und Alt „durchzusetzen und zu wehren“.


Bass und Tenor in der Unterzahl


Die Unterbesetzung lässt sich leicht erklären: Tenor und Bass sind männliche Stimmgruppen. Doch mit nur ca. 14 Jungen sind die bei 40 Mädchen in der Unterzahl. Dennoch haben sich die 54 Schülerinnen und Schüler für den Chor entschieden. Man hat einfach Freude am Singen oder Musik hören. Singen macht mehr Spaß, als am Computer zu sitzen, sind die am meisten genannten Gründe, warum Schüler im Chor sind.

Kerstin Gidde aus Plau, Deutsch- und Musiklehrerin am Gymnasium in Sternberg, leitet den Chor. Auf die Frage, ob es durch den Fahraufwand von täglich fast drei bis vier Stunden schwer ist, den Chor regelmäßig mit neuen Texten und Noten zu versorgen, antwortet sie: „Es ist zwar ein langer Arbeitsweg, doch wirklich beeinflusst wird die Chorarbeit dadurch nicht“. Denn auch an manchen Wochenenden nimmt sie sich Zeit, um die nächste Chorprobe vorzubereiten.

Bei den Auftritten und Proben ist es den Sängerinnen und Sängern wichtig, dass das Schul- und Alltagsleben musikalisch begleitet wird. Was Kerstin Gidde immer wieder mit neuen Liedern schafft und was auch den Grund für die anderssprachigen Texte erklärt: „Die englischen Lieder werden nun mal vom Publikum und den Schülern am meisten gemocht. Außerdem macht es den Schülern Spaß, auf diese Art und Weise ihre Englisch-Kenntnisse zu erweitern. Der Chor ist bereits 16 Jahre alt und dann kann man auch mit der Mode, also in Richtung englische Lieder, gehen. Außerdem ist es nahezu unmöglich, alle Wünsche zu berücksichtigen“.


Publikum liebt „Yesterday“


Während sich das Publikum Lieder wie „Carol of the Christmas Bells“ oder „Yesterday“ wünscht, mögen die Schüler wiederum die Lieder „Castle of Glass“ und „Bonfire Heart“ besonders gerne singen. Der Chor kann bei den Genres auf ein weites Spektrum zurückgreifen. Kerstin Gidde ist in diesem Punkt auch sehr flexibel: „Wenn Schüler fragen, ob man ein bestimmtes Lied singen kann, wird geguckt, ob und wie gut es sich für die vier Stimmgruppen Sopran, Alt, Tenor und Bass einteilen lässt“. Hauptsächlich aber wählt sie Lieder, bei denen die Vermutung nahe liegt, dass der Großteil des Chors sie mag. So findet man neben den Texten von modernen Künstlern, wie unter anderem James Blunt und Linkin Park auch Lieder von älteren Rock-und Popmusikern, zum Beispiel den Beatles. Aber neben Songs aus diesen Genres findet man ebenso deutschsprachige Volkslieder, wie unter anderem von Friedrich Heinrich Ranke und Georg Friedrich Händel.

Der Förderverein der KGS-Sternberg unter der Leitung von Petra Rauchfuß unterstützt und engagiert sich für den Chor. Er unterstützt z. B. bei der Organisation des alljährlichen Chorlagers in Plau, das vom 25. bis 28. November stattfindet. Dort findet dann auch der allererste Auftritt in diesem Schuljahr statt. Weihnachtskonzerte in Sternberg und Umgebung, Auftritte zu Abiturbällen und auf Neujahrsempfängen sind ebenso längst zur Tradition geworden. Zudem vertrat der Chor 2001 Mecklenburg-Vorpommern auf der Grünen Woche in Berlin.



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen