Langen Jarchow : Sternsinger wurden ausgesandt

Die Sternsinger mit Pastor Schröder.
Die Sternsinger mit Pastor Schröder.

Ökumenischer Epiphanias-Gottesdienst gestern in Langen Jarchow fand viel Anklang

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07. Januar 2019, 07:00 Uhr

Das Gemeindehaus in Langen Jarchow füllte sich gestern Nachmittag schnell mit Besuchern aus nah und fern. Eingeladen war zu einem Ökumenischen Epiphanias-Festgottesdienst worden, der diesmal eben auf einen Sonntag, den Dreikönigstag, fiel. Und in diesem Jahr wurden in der Gemeinde erstmals auch Sternsinger – das sind Kinder aus der Umgebung – mit Caspar, Melchior und Balthasar an der Spitze ausgesandt, um die Menschen und deren Häuser zu segnen, Lieder zu singen und sie um Spenden zu bitten. Das Geld soll auch diesmal einem gemeinnützigen Zweck, nämlich behinderten Kindern aus Peru, zugute kommen.

Der Brüeler Pastor Rupert Günther Schröder erzählte in seiner Predigt unter anderem die Geschichte des Dreikönigstages. „Von den Heiligen Drei Königen ist in der Bibel aber keine Rede. Und der Evangelist Matthäus spricht auch nicht von Königen, sondern von Astrologen. Und es könnten auch mehr als drei gewesen sein“, so der Pastor. Diese Dreizahl habe sich für die spätere Tradition aus den drei Geschenken für Jesus, Gold, Weihrauch, Myrrhe ergeben. Und weil das so kostbare Gaben gewesen seien, habe man die Reisenden aus dem Morgenland im Laufe der Zeit als Könige verehrt. Man gab ihnen die Namen Caspar, Melchior und Balthasar. Darum ziehen noch heute kurz nach dem Jahreswechsel an vielen Orten Kinder in königlichen Gewändern durch die Straßen und überbringen den Segen, indem sie die Buchstaben C, M und B über die Haustüren schreiben. Diese Buchstaben stehen aber weniger für die Namen der Könige als für den lateinischen Segensspruch „Christus mansionem benedicar – Christus segne dieses Haus.“

Mit diesem Epihanias-Gottesdienst am gestrigen 6. Januar – Epiphanias bedeutet „Die Erscheinung des Herrn“ – begannen auch die Feierlichkeiten zum 800-jährigen Jubiläum des Ortes Langen Jarchow. Es war Frank Thode, der anschließend die Grundzüge der Festschrift zum 800-jährigen Jubiläum vorstellte. Unter anderem zeigte er auf, was Langen Jarchow seit seinem Bestehen darstellt.

Die Festschrift stellt die Weltgeschichte und das Geschehen in Langen Jarchow als Spiegel gegenüber. Denn Epiphanias und Geburt Christi wurden ursprünglich an einem Tag in einem Fest am 6. Januar gefeiert. Die Heiligen Drei Könige waren dabei die ersten Heiden, denen sich Gott zeigte. Die Sternsinger schlossen sich dieser katholischen Tradition an.

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