Sternberg : Sternradler vor zweiter Saison

Daumen hoch für die neue Saison der Sternradler mit 18 Touren, an denen sich jeder gern beteiligen kann. Organisatoren sind Detlef Schröder, Jürgen Helms, Peter Jahnke und Hanno Schlicht (v.l.).
Daumen hoch für die neue Saison der Sternradler mit 18 Touren, an denen sich jeder gern beteiligen kann. Organisatoren sind Detlef Schröder, Jürgen Helms, Peter Jahnke und Hanno Schlicht (v.l.).

Wer gern gemeinschaftlich Fahrradtouren unternimmt, ist sonnabends alle zwei Wochen herzlich willkommen

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14. März 2020, 05:00 Uhr

Der Prolog führt 33 Kilometer von Sternberg über Warnow und Sternberger Burg zurück zum Treffpunkt am Hotel „Dreiwasser“. Damit beginnen die Sternradler am nächsten Sonnabend, 21. März, die zweite Saison, die 18 Touren etwa alle zwei Wochen umfasst. Daran beteiligen kann sich jeder, der gern in der Gemeinschaft unterwegs ist. Bei der Erstauflage im Vorjahr waren es auf den 17 Strecken im Durchschnitt etwa 13 Teilnehmer zwischen 20 und knapp 80 Jahren, aus Sternberg, der Umgebung und selbst aus Qualitz und Goldberg.

Die Idee, sich auf diese Weise mit Freude sportlich zu betätigen, kam von Peter Jahnke, der bereits 2012 mit Gleichgesinnten die Männersportgruppe Ü60 in Sternberg gegründet hat und sich bis heute darum kümmert. Radeln sei gut für Körper und Geist. Diesmal habe er, kürzlich 80 geworden, jüngere Mitstreiter gesucht und gefunden, um das Vorhaben anzuschieben: Jürgen Helms (66), der ebenfalls bei den Ü60 aktiv ist, Detlef Schröder (61), der schon Radrennen fuhr, und Hanno Schlicht (58), der die Statistik führt.

Nach dem Auftakt geht es zwei Wochen später von Wismar 55 Kilometer auf die Insel Poel und zurück. Dann folgt wieder ein Rundkurs von Sternberg aus: 40 Kilometer über Thurow, Tempzin, Blankenberg und Groß Görnow.

Im Vorjahr wurde der gesamte Umkreis von Sternberg abgefahren, sagt Jahnke. „Wir haben selbst gestaunt, dass die Strecke jedes Mal anders war. Langjährige Sternberger sagten, dass sie viel Neues entdeckt haben und an manchen Stellen noch nie waren.“ Ganz selten sei mal ein kurzes Stück auf einer Bundesstraße dabei gewesen.

Mit der Zeit sei der Wunsch entstanden, auch andere Gegenden zu erkunden. Die meisten hätten einen Wagen mit Hängerkupplung und Heckträger für Fahrräder. Und Sternberg liege genau in der Mitte von Mecklenburg, so dass interessante Ziele in weniger als einer Stunde mit dem Auto erreichbar seien.

Test im Vorjahr war eine Tour von Cambs um den Schweriner See. „Die kam gut an, wir waren 18 Leute“, sagt Hanno Schlicht. So wurden die vier Organisatoren sich schnell einig, den Aktionsradius in diesem Jahr deutlich zu vergrößern.

Jede zweite Tour beginnt woanders. Vom Karower Meiler geht es um den Plauer See (54 Kilometer), von Kühlungsborn entlang der Ostsee nach Warnemünde (63 Kilometer), von Krakow am See durch das Nebeltal (61 Kilometer) oder von Crivitz in die Lewitz (62 Kilometer). Eine Sondertour für Fortgeschrittene am 12. September von Sietow um die Müritz hat eine Länge von 89 Kilometern. Wer nicht selbst zu den Treffpunkten fahren kann, kann nach Absprache dorthin und zurück transportiert werden. Für bis zu sechs Teilnehmer und ihre Fahrräder besteht die Möglichkeit, erklärt Jürgen Helms. Das koste fünf Euro pro Person plus drei Euro fürs Fahrrad.

Rund um Sternberg beginnen die Touren um 9 Uhr am Hotel „Dreiwasser“, Treff ist eine Viertelstunde vorher. Sie dauern mit kurzen Pausen bis gegen Mittag. Auf den längeren Strecken wird eine Essenspause eingelegt und die Rückkehr am Nachmittag sein. Jeder Teilnehmer zahlt zwei Euro. Mit dem Geld, das nach Abzug von Unkosten übrig bleibt, wollen die Sternradler die ehrenamtliche Tätigkeit im Nachwuchssport unterstützen. Im Vorjahr hätten zwei Übungsleiter im Fußball und Handball jeweils 100 Euro als Anerkennung erhalten.

Alle Strecken würden vorher von ihnen getestet, betonen die Organisatoren. Und wenn es dann gemeinsam losgehe, fahre einer vorn und einer hinten. Es sei wichtig, dass die Gruppe zusammenbleibe. Das durchschnittliche Tempo liege zwischen 14 und 17 Kilometern pro Stunde. Es sei kein Problem, wenn jemand etwas aus der Übung sei. Daran hielten sich auch die E-Bike-Fahrer, die etwa die Hälfte ausmachten. „Wir wollen nicht wie die Weltmeister fahren, sondern Spaß haben, in der Natur sein, dabei andere Leute treffen und uns mal ausquatschen“, bringt es Detlef Schröder auf den Punkt. In einer WhatsApp-Gruppe könne sich jeder informieren. Wer an einer Tour teilgenommen und seine Kontaktdaten angegeben habe, werde dazu eingeladen, so Schröder. Ansprechpartner ist sonst Peter Jahnke über Telefon 03847/2936.

„Mit dem Wetter hatten wir im Vorjahr Glück. Es gab mal unterwegs einen Schauer oder leichten Regen, doch es musste keine Tour abgesagt werden“, fügt Hanno Schlicht an. Darauf hoffen die Organisatoren auch in der zweiten Saison.



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