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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

25. November 2017 | 06:52 Uhr

Sternberg : Sternberg verringert Stolperfallen

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

In der Luckower Straße erhalten zwei weitere Übergänge für Fußgänger ebenes Pflaster. Die Arbeiten sollen zum gleichen Termin wie die Erneuerung der Erdgasleitung erfolgen.

svz.de von
erstellt am 27.Aug.2014 | 16:00 Uhr

Fußgänger in Sternberg haben es bald leichter: In der Luckower Straße sollen noch in diesem Jahr zwei weitere Straßenübergänge ebenes Pflaster erhalten, und zwar dort, wo die Fischer- und die Ritterstraße einmünden. Gleiches erfolgte bereits im Herbst 2013 an der Großen und der Kleinen Belower Furt.

Die Pflastersteine stammen zwar nicht mehr aus Sternbergs mittelalterlicher Zeit, doch bei der Straßensanierung vor gut zwei Jahrzehnten „hat keiner von uns oder jemand bei der öffentlichen Vorstellung der Vorhaben an Rollatoren gedacht“, wie Bürgermeister Jochen Quandt vor Jahresfrist einräumte. Der Seniorenbeirat der Stadt hatte regelmäßig auf das Dilemma besonders für ältere Menschen aufmerksam gemacht.


Testfahrt hatte Dilemma für Senioren bestätigt


Eine Testfahrt durch die Innenstadt, bei der SVZ eine 81-jährige Frau mit Rollator begleitete, bestätigte das. „Der Wagen springt wie der Teufel, probieren Sie selbst mal“, meinte die Seniorin seinerzeit an der Kleinen Belower Furt. Vor allem durch die teils ausgewaschenen Fugen zwischen den Pflastersteinen machte ein Rad schnell mal eine Drehung oder stellte sich quer.

Dabei kann der Anschein durchaus täuschen. Das Pflaster sehe doch gar nicht so hinderlich aus, befand ein interessierte Passantin, als SVZ gestern in Höhe Amtsgericht fotografierte. Ihre Meinung änderte sich umgehend, denn genau in dem Moment bugsierte eine ältere Dame ihren Rollator an dieser Stelle über die Straße und hatte Mühe, ihr Gefährt in der Spur zu halten. Eines der Räder drehte sich, andere holperten über das Pflaster.


Weit angenehmer auch mit Kinderwagen


Selbst beim Kinderwagen sei das zu merken, so die Erfahrung von Nadine Böhnke. Sie war gerade mit ihrer Emily, die gestern ihren ersten Geburtstag hatte, in Richtung Markt unterwegs. „Hier ist es bedeutend angenehmer, schon eine Erleichterung“, meinte die junge Frau, als sie das Gefährt mit ihrer Tochter über die Kleine Belower Furt schob.

Für die nächsten beiden Übergänge ist die Ausschreibung erfolgt und der Auftrag an die Güstrower Straßenbaufirma Güstra GmbH erteilt,
die bereits den Markt gepflastert hat, erklärte der Bürgermeister. 12 000 Euro seien eingeplant. Derzeit ungewiss sei nur der Baustart. Denn E.on Hanse wolle ebenfalls in diesem Jahr neue Erdgasleitungen in der Luckower Straße verlegen und müsse dazu in den Gehwegbereich. „Beides soll in einem Zuge vonstatten gehen“, so Quandt. „Denn es wäre Unsinn, die Übergänge zu machen und dann den Gehweg noch einmal aufzureißen.“ Wie SVZ beim Energiedienstleister in Quickborn erfuhr, soll Mitte September mit der neuen Gasleitung begonnen werden.

Für 2015 sei angedacht, in der Kleinen Kütiner Straße, die in voller Breite mit 10er-Granitsteinen gepflastert ist, einen Laufstreifen zu schaffen, der mit Rollatoren und Kinderwagen weniger beschwerlich sei. Schrittweise sollen dann auch neue Übergänge in der Pastiner und Kütiner Straße entstehen.

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