Sternberg : Sternberg braucht 2016 neuen Bürgermeister

Jochen Quandt einmal völlig entspannt auf einer Bank am Rande des Sternberger Marktes.
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Jochen Quandt einmal völlig entspannt auf einer Bank am Rande des Sternberger Marktes.

Jochen Quandt gibt sein Amt nach mehr als 25 Jahren zum 30. April ab. Die Wahlperiode würde bis 2021 reichen.

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10. September 2015, 21:31 Uhr

Nach seiner Wiederwahl im Januar 2012 für weitere neun Jahre hatte Jochen Quandt gleich angekündigt, dass er mit Sicherheit nicht die volle Zeit im Amt bleiben werde. Er wolle nicht mit 70 noch Bürgermeister sein. Über den Zeitpunkt seines Rücktritts ließ er die Sternberger freilich im unklaren – bis zu diesem Mittwoch. Er habe am Abend den Bürgervorsteher und die Fraktionsvorsitzenden in der Stadtvertretung darüber informiert, seinen Posten zum 30. April 2016 zur Verfügung zu stellen. Die Amtszeit wäre exakt bis zum 31. Mai 2021 gegangen. Seine Entscheidung habe er gestern Vormittag auch den Bürgermeistern im Amtsbereich Sternberger Seenlandschaft mitgeteilt, erklärte Quandt gegenüber SVZ, bevor er sich für eine Woche in den Urlaub verabschiedete. Ziel sei die sonnige Insel Mallorca.

Gegen Jahresende begeht das Stadtoberhaupt seinen 65. Geburtstag. Damit erreicht Quandt die Altersgrenze für den Ruhestand ab 31. Dezember. Als hauptamtlicher Bürgermeister und damit Wahlbeamter hätte er auf Antrag den Ruhestand bis zum Ende der Amtszeit hinausschieben können. Davon wolle er keinen Gebrauch machen, sondern lediglich vier Monate anhängen und Platz für einen jüngeren Nachfolger machen.

Am 1. Juni diesen Jahres beging Quandt ein selbst in der Kommunalpolitik seltenes Jubiläum: Er war ein Vierteljahrhundert ununterbrochen hauptamtlicher Bürgermeister. Parteifreunde aus der CDU, der er seit 1976 angehört, hatten ihn 1990 zu ihrem Spitzenkandidaten gemacht. Bei der Wahl lag Quandt mit 1398 Stimmen weit vor allen anderen Kandidaten für die Stadtvertretung und wurde von ihr zum Bürgermeister bestimmt ebenso wie 1994. Zu den folgenden Amtszeiten gab es dann Direktwahlen.

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