STERNBERG : Sternberg beginnt Umrüsten auf LED

Die Leuchtkörper in  acht Metern Höhe tauscht Uwe Brinckmann von der Brüeler Firma Elekroservice aus.
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Die Leuchtkörper in acht Metern Höhe tauscht Uwe Brinckmann von der Brüeler Firma Elekroservice aus.

Elektrofirmen wechseln Leuchtkörper an Brüeler Chaussee und Mecklenburgring aus: Die Stadt rechnet mit etwa zwei Dritteln weniger Stromverbrauch.

svz.de von
16. Dezember 2013, 17:14 Uhr

Es sind genau 95 Straßenleuchten an der B 104 zwischen Tankstelle und Güstrower Straße, wo die
B 192 abzweigt. Seit gestern werden sie auf LED umgerüstet. Die Sternberger Firma Elektrotechnik Busch hatte dazu von der Stadt den Auftrag erhalten.
Damit die Arbeiten bis Ende dieser
Woche beendet sind, arbeitet die Firma Elektroservice Brinckmann aus Brüel mit. „Bei größeren Aufträgen unterstützen wir uns gegenseitig“, erklärt Hartmut Busch. Und weil es in die ungewohnte Höhe von acht Metern geht, musste eine ausreichende Arbeitsbühne ausgeliehen werden.

Zum Glück spiele das Wetter mit. Bei dem Regen tags zuvor sei ihm Angst und Bange geworden. Denn der Termin für diese Arbeiten habe festgestanden. „Doch irgendwann sind die besten
Regensachen durchgeweicht“, sagt der Sternberger Handwerksmeister und hofft, dass sich die für diese Jahreszeit annehmbaren Wetterprognosen in dieser Woche auch bestätigen.

Die beiden Elektromeister rechnen mit 20 Leuchten pro Tag. „Ich habe mein
Telefon ausgestellt, weil wir diese
Woche nichts anderes machen kön-nen“, sagt Busch. Beim Abnehmen der alten, runden Beleuchtungskörper hilft meist nur Gewalt. „Die Abdeckung aus Kunststoff ist schon ziemlich brüchig. Reparaturen wären jetzt kaum noch möglich gewesen.“ Vor etwa 20 Jahren wurde diese Straßenbeleuchtung an Brüeler Chaussee und Mecklenburgring installiert. „Da war das der neueste Stand der Technik. Dass die sich so rasch überholt, hat zu der Zeit sicher niemand geahnt“, so Busch.

Es sei eine „erhebliche Investition“ für die Kommune, weiß der Elektromeister, zahle sich aber für Energieverbrauch und Umwelt schnell wieder aus. Die Anschlussleistung der neuen Straßenleuchten betrage nur etwa ein Fünftel im Vergleich zu den bisherigen. Die Stadt rechnet damit, dass mit LED etwa zwei Drittel weniger Strom verbraucht werden. Bislang kämen im Jahr knapp 66 700 Kilowattstunden (kWh) zusammen. Wenn die Umrüstung abgeschlossen ist, sollen es nur noch 21 295 kWh sein, so zumindest „die theoretische Größe“, wie Bürgermeister Jochen Quandt sagt. „Das macht Sinn. Wir
haben ausgerechnet, dass wir dann auf ca. 13 500 Euro weniger Stromkosten kommen.“ Und diese Berechnung beruhe auf den heutigen Preisen. Wie die sich entwickeln werden, sei schwer kalkulierbar, ein weiterer Anstieg aber eher wahrscheinlich als umgekehrt.

Die Kosten für die Umstellung auf LED müsse die Stadt selbst tragen. Für die Ausleuchtung der Gehwege sei die Kommune zuständig, selbst wenn es sich um eine Bundesstraße handele, so Quandt. Jetzt für Brüeler Chaussee und Mecklenburgring würden rund 100 000 Euro fällig. Unterstützt wird diese energetische Maßnahme mit 17 500 Euro Fördermitteln.

Jetzt werden lediglich die Leuchtkörper ausgewechselt, Masten und Kabel können bleiben. Anders sei die Situation im kommenden Jahr, wenn Philipp-Müller-Straße, Mühlenkamp, Walter-Rathenau-Platz und Rudolf-Breitscheid-Straße auf LED umgerüstet werden. Hier müssen die völlig veralteten Anlagen komplett erneuert werden. In Einwohnerversammlungen, so hatte der Bürgermeister bereits gegenüber SVZ erklärt, werde zuvor ausführlich darüber informiert. Die für dieses und das nächste Jahr geplante Umstellung auf LED kostet insgesamt 216 000 Euro. Weil aber nur die Strom sparenden Leuchtkörper gefördert werden und nicht die Erneuerung einer gesamten Straßenbeleuchtung, muss die Stadt bei den 2014 bevorstehenden Vorhaben
bedeutend tiefer in die Tasche greifen.

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