Sternberg : Stehender Applaus für „Akro-Girls“

Die „Akro-Girls“ bei ihrer abschließenden Pyramide.
Die „Akro-Girls“ bei ihrer abschließenden Pyramide.

Zweistündige Abendschule der KGS Sternberg bot ein buntes Programm mit Geige und Klavier bis hin zu Roboter und Akrobatik

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14. Juni 2018, 12:00 Uhr

Nach vier Jahren Pause haben die Schüler von Verbundener Regionaler Schule und Gymnasium „David Franck“ (KGS) die Sternberger Abendschule zu neuem Leben erweckt. Das ist vor allem der Verdienst von Mathematiklehrerin Birgit Wilsch, die sich der Sache annahm. Vor Eltern, Lehrern sowie interessierten Gästen führten die fünften bis zehnten Klassen am Dienstagabend ein zweistündiges, bunt gemixtes Programm im Rathaussaal auf. Es ging von „Lego Mindstorms“, dem Roboter-Wahlpflichtfach von Lehrer Frank Langpap, über einen Sketch auf Englisch bis hin zu den „Akro-Girls“.

Letztere kamen ganz zum Schluss und ernteten für ihre akrobatischen Darbietungen bis hin zu Pyramiden teilweise stehenden Applaus vom begeisterten Publikum. Trainiert werden die Mädchen übrigens vom „Akro-Boss“, so steht es auf dem T-Shirt von Sportlehrer Thomas Prütz.

Zu den „Akro-Girls“, allesamt aus der 5. Klasse, gehört auch die elfjährige Frieda Otolski aus Woserin. Ausgepumpt aber glücklich kam sie nach dem Auftritt zu ihrer Mutter, der Keramikerin Katrin Otolski. Deren zweite Tochter Martha (13) war bei der „Reise durchs Mittelalter“ dabei und spielte eine Bäuerin. In diesem speziellen Geschichtsunterricht erfuhren die Anwesenden auch eine Menge über Sternberg, also etwa, dass die Stadt im Jahr 1639 von der Pest heimgesucht worden war und dabei fast die gesamte Bevölkerung starb. Und die Bauern aßen Mais, Dinkel, Weizen und Hafer meist mit Zusätzen von Käse.

Das mit dem „Lego Mindstorms“ klappte an dem Abend aber nicht. Beim Landeswettbewerb am vergangenen Donnerstag in Neubrandenburg belegte das Team von Carl Baustian aus Brüel den zweiten Platz, die Truppe mit Nico Engelmann aus Sternberg und der Kaarzer Jonas Göser wurde hier tolle Dritte. Bei der Sternberger Abendschule wollten die selbst programmierten Roboter dann allerdings nicht über den Parcours so wie geplant. „Die haben eben einen harten Wettkampf hinter sich“, meinte Nico Engelmann entschuldigend ans gespannte Publikum. „Beim Rumdaddeln zuvor klappte noch alles“, meinte Frank Langpap im Anschluss bei der ersten kleinen spontanen Analyse mit dem Trio. „Vielleicht waren die Akkus nicht mehr ganz voll“, mutmaßte Engelmann gegenüber SVZ. Doch der Stimmung tat das keinen Abbruch, auch Roboter „wollen“ nicht immer so, wie sie sollen.

„Es war super“, so Ralf Sauerland aus Sternberg. Und auch Schulrätin Ute Debold aus Gägelow bei Wismar, die unter anderen für alle Gesamtschulen im Schulamt Schwerin verantwortlich ist und extra für diesen Abend nach Sternberg kam, war voll des Lobes: „Ich bin begeistert, was hier so möglich ist.“

Den musikalischen Part des Abends bestritten zwei Siebtklässlerinnen: Geigerin Clara Windelberg aus Schönlage und die Holzendorferin Laura Dobrowolska am Klavier. Und den Part der Conférencière hatte die Gymnasiastin aus Groß Raden, Marlene Peters aus der 9.2 inne.

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