FSJler im Sternberger Seniorenheim : Steffi betreut Senioren spielerisch

<strong>Mit der Zahlentafel </strong>wird die Motorik und die Gedächtnisleistung der Senioren trainiert.    Die Bewohner zu beschäftigen, gehört auch zu der  Arbeit  eines  FSJler. <foto>Franziska Sanyang</foto>
Mit der Zahlentafel wird die Motorik und die Gedächtnisleistung der Senioren trainiert. Die Bewohner zu beschäftigen, gehört auch zu der Arbeit eines FSJler. Franziska Sanyang

Mit den Senioren zu spielen, sie zu pflegen und ihnen vorzulesen, gehört zu den Aufgaben von Steffi. Denn die 17-Jährige macht im Sternberger Seniorenheim ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). Die Arbeit gefällt ihr.

svz.de von
25. Januar 2013, 05:43 Uhr

Sternberg | Geduldig wartet Stefanie - Steffi - Schleef bis der alte Herr den bunten Stoffball in seiner Hand positioniert hat. "Werfen Sie einfach auf die Zahlentafel", ermuntert ihn die 17-Jährige. "Und jetzt zählen sie die Zahlen zusammen", sagt sie nach zwei Würfen mit ruhiger Stimme. Lobende Worte gibt es von ihr für die richtige Antwort. Das Spiel trainiert die Motorik und die Gedächtnisleistung, erklärt Steffi während sie bereits einem anderen Bewohner des DRK-Seniorenheims einen Ball gibt.

Mit den Senioren zu spielen, sie zu pflegen und ihnen aus der SVZ vorzulesen, gehört zu den Aufgaben von Steffi. Denn die 17-Jährige macht im Sternberger Seniorenheim ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). Die Arbeit gefällt ihr. Sie ist sogar aus Schwerin nach Sternberg gezogen, um hier ein FSJ leisten zu können. "Ich mag am liebsten den Kontakt mit den Menschen. Es gefällt mir, dass ich helfen kann", sagt sie. "Man bekommt von den Bewohner für die Hilfe immer ein Dankeschön - auch wenn es manchmal nur ein Lächeln ist." Deshalb mache ihr die Arbeit immer wieder Freude.

Auch Felix Röse (17) aus Dabel gehört zu den vier jungen Leute, die derzeit ein FSJ im DRK-Seniorenzentrum machen. Genau wie Steffi arbeitet er auf einem der Wohnbereiche im Seniorenheim. Er hilft beim morgendlichen Waschen, bringt die Bewohner zur Musiktherapie und knobelt mit ihnen. "Der Umgang mit den Menschen gefällt mir sehr gut. Ich freue mich morgens, sie zu sehen. Genauso, wie sie sich freuen, mich zu sehen," sagt er. Für Felix steht fest, dass er später im Pflegebereich arbeiten möchte: "Ich habe mich für eine Ausbildung zum Altenpfleger beworben", erzählt der 17-Jährige. Die möchte er nach seinem FSJ gerne ebenfalls im Sternberg er Pflegeheim absolvieren.

"Felix hat sich gut eingearbeitet. Er ist in der Lage, pflegerische Maßnahmen wie das Duschen der Bewohner oder das Anziehen unter Anleitung durchzuführen", sagt Jacqueline Biemann. Sie ist zuständig für Auszubildene im Haus und somit auch Ansprechpartnerin für Steffi und Felix. Ihr ist es wichtig, dass junge Menschen, die in der Pflege arbeiten wollen, erst einmal in den Beruf ,reinschnuppern können. Dafür sei ein FSJ ideal, so Jacqueline Biemann. Sie freue sich immer, wenn FSJler in die Einrichtung kämen: "Es ist wichtig, dass wir junge Leute zum Ausbilden haben. Denn der Bedarf an Pflegeberufen nimmt immer mehr zu."

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