zur Navigation springen
Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. November 2017 | 02:18 Uhr

Sternberg : Statt Grau in Grau jetzt Pastelltöne

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die Häuser auf dem Großen Spiegelberg verströmen immer mehr Charme: farbenfroh, modernisiert und mit einem grünen Hofgelände. SVZ hat einen Blick in den Hinterhof geworfen

svz.de von
erstellt am 24.Sep.2016 | 12:00 Uhr

Angelika Fließ verbindet viele Jahre ihres Lebens mit dem Großen Spiegelberg in Sternberg. Denn inzwischen wohnt die 59-Jährige seit nunmehr 38 Jahren in der dortigen Straße in der Nummer 10. Davon 31 Jahre vor dem Umbau und inzwischen schon wieder sieben Jahre nach umfangreichen Umbau- und Verschönerungsmaßnahmen. Und auch ihre unbeschwerte Kindheit verbrachte sie hier. Das allerdings noch in einem Grau-in-Grau-Umfeld. Heute macht das Haus einen wesentlich freundlicheren Eindruck. Mit pastellfarbenen Fassaden, einem hellen Treppenhaus. Und natürlich einem Hinterhof, der in nichts mehr an ihre Kindheit und Jugend erinnert. Denn heute findet man dort einladende, bewachsene Grünflächen, mit Holz verkleidete Abstellschuppen usw. Ganz abgesehen davon, dass sich der Hinterhof enorm vergrößert hat. Früher bestand er eigentlich nur aus einem schmalen Durchgang in Richtung Fischerstraße. „Wenn man an der Hinterfront des Hauses Nummer 12 steht, so war da links ein großer, grauer Anbau. Und an der rechten Seite stand mal ein Drei-Familien-Haus. Mit Schuppen, Waschküche, Stallungen. Jetzt ist es ein Zwei-Familien-Haus“, erzählt Bauingenieur Frank Hahn, der laut städtebaulicher Ordnungsmaßnahmen auch für die Planung und Sanierung des Großobjektes verantwortlich zeichnete. „Heute befinden sich dort ein Gemeinschaftshof für die Häuser 10, 12 und 14 sowie eine Zufahrt von der Fischerstraße aus. Und auch acht Stellplätze für die Autos der Bewohner.“ Und weiter: „Die Häuser Nummer 10 und 12 haben wir saniert. Und die Nummer 14 wurde vollständig abgerissen; hier standen nur Stallruinen. Es war also eine Lückenbebauung. Das Haus wurde von der Immo (Baugesellschaft) als Baulücke gekauft und neu bebaut.“ Und es ist ein Schmuckstück geworden, wie man sieht.


„Vor Jahren mussten wir noch aufs Plumpsklo“


Angelika Fließ und ihr Mann Horst fühlen sich hier pudelwohl. „Wenn ich daran denke, dass wir vor Jahren noch aufs Plumpsklo auf den Hof mussten, dann kommt mich das Grausen an. Heute haben wir Bad und Wassertoilette in unserer Wohnung.“

In guter Nachbarschaft mit der Hausgemeinschaft Nummer 14 lebt Familie Fließ. Hier ist eine Art Maisonette-Wohnung entstanden, die über zwei Etagen geht. Hier wohnen Bianca und Andreas Kott mit Tochter Katharina, die gerade 18 geworden ist. Der Sohn wohnt nicht mehr bei den Eltern. „Wir haben zuvor in der Karl-Marx-Straße gewohnt“, erzählt die junge Frau, „sind Ende 2009 hierhergezogen.“ Sie freut sich, dass es sich hier sehr ruhig und friedlich lebt. Und sie fügt lachend an, dass sie einzig die Straßenlampe störe, die alle Stunden, wenn sie denn angehe, „zu brummen anfange“. „Doch auch daran werde ich mich gewöhnen.“

Der Große Spiegelberg hat also ein neues, modernes Gesicht bekommen. Einziger Wermutstropfen: Gegenüber der drei genannten Häuser steht noch ein Haus, das als DDR-Relikt wenig Charme verbreitet: Grau in Grau und seit vielen Jahren unbewohnt. Doch wie sagt man doch so schön? Kommt Zeit, kommt Rat!

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen