Witzin : Stationen, Talente und ein gerissenes Tau

Knacks machte es – und schon nach dem ersten Zupacken riss das Tau in der Mitte. Beim Familientag im Witziner Pfarrgarten wollten es die Frauen und Kinder den Männern zeigen, doch der Wettkampf fand ein schnelles, aber auch lustiges Ende.   Fotos: Rüdiger Rump
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Knacks machte es – und schon nach dem ersten Zupacken riss das Tau in der Mitte. Beim Familientag im Witziner Pfarrgarten wollten es die Frauen und Kinder den Männern zeigen, doch der Wettkampf fand ein schnelles, aber auch lustiges Ende. Fotos: Rüdiger Rump

Der zweite Familientag im Witziner Pfarrgarten führte Generationen zusammen, brachte Spaß und Besinnlichkeit.

svz.de von
06. Juli 2014, 20:19 Uhr

Das sollte keine überraschende Spaßeinlage sein. Doch nach einer Schrecksekunde und der Feststellung, dass niemandem was passiert war, lachten alle herzlich. Beim Familientag, der am Sonnabend zum zweiten Mal im Witziner Pfarrgarten stattfand, wollten es die Frauen und Kinder, klar in der Überzahl, den Männern beim Tauziehen zeigen. Doch kaum richtig zugepackt, lagen sie auf dem Hosenboden – das Tau war etwa in der Mitte gerissen. Die Frauen meinten, ihre Seite wäre Sieger, die Männer hielten entgegen, dass sie standen, ihre Gegenüber aber im Gras lagen. Unentschieden, würde ein neutraler Schiedsrichter sagen. „Fürs nächste Mal müssen wir uns wohl ein neues Tau besorgen“, dachte Stephan Birkholz gleich weiter. Vielleicht finde sich ein Sponsor, der sowas verwendet und gelegentlich erneuert.

Zuvor hatten die Teilnehmer, vor allem die Kinder, sechs Stationen des Parcours „Spaß an Bewegung“ absolviert, von Gummistiefelweitwurf und Eierlauf über Dosenwerfen, Slackline, und Sackhüpfen bis zum Wasserspiel. Letzteres hatte Stephan Birkholz schon im Vorjahr kreiert. Und das habe solchen Anklang gefunden, dass es diesmal nicht fehlen durfte, meinte jedenfalls Gemeindepädagogin Helga Birkholz. Dabei wird in das ein Meter lange Rohr auf der etwas höheren Seite Wasser gegossen und am anderen Ende mit dem gleichen Becher wieder aufgefangen. 280 Milliliter passen in den Becher, davon 200 wieder hineinzubekommen, sind schon beachtlich. Die zweijährige Luna reckte sich, so weit sie konnte, um bei der Station richtig mitzumachen, half Stephan Birkholz der Kleinen. Ihre Mutter Lucie Schult verfolgte das Geschehen amüsiert. Sie wollte sich nachher um das Karaoke kümmern. Das habe sie noch nie gemacht. „Wir probieren mal. Das macht bestimmt Spaß“, meinte die junge Frau. Zwischendurch ließen sich alle bei einem Plausch, junge Familien wie Senioren, Kaffee und Kuchen schmecken.

Ein Imrovisationstheater hatten Kirchengemeinderat und Jugendkeller eingeübt. „Wir haben die Kinder in die Vorbereitung einbezogen“, sagte Helga Birkholz. „Was eine biblische Geschichte uns noch heute zu sagen hat. Es geht um Talente und was wir aus ihnen machen.“ Und auf
einer großen Tafel im Pfarrgarten konnte jeder aufschreiben, welches Talent er hat, um sich dann mit anderen zusammenzufinden. Ein Familientag der Begegnungen, der Spaß und Besinnlichkeit brachte.

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