Sternberg : Start mit Sonderausstellung

Museumsbetreuerin Antje Kühl (r.) führte Mitglieder des Heimatbundes Parchim durch das Haus.
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Museumsbetreuerin Antje Kühl (r.) führte Mitglieder des Heimatbundes Parchim durch das Haus.

Nach der Winterpause öffnet das Heimatmuseum Sternberg am Mittwoch wieder und zeigt in einem Raum altes Spielzeug.

svz.de von
30. März 2014, 18:21 Uhr

An diesem Mittwoch öffnet das Sternberger Heimatmuseum nach seiner Winterpause wieder, im April zunächst mittwochs und donnerstags von 10 bis 15 Uhr. Im Mai wird wahrscheinlich ein Tag hinzukommen und für die Sommermonate eine weitere Ausdehnung der Öffnungszeiten überlegt, eventuell mit einem langen Tag. Das älteste Haus der Stadt betreuen wie in den beiden Jahren zuvor Antje Kühl und Rosemari Hassel auf Zuverdienstbasis.

Seit zehn Tagen läuft die Vorbereitung, angefangen mit Staubwischen bis zur Gestaltung einer neuen Sonderausstellung. Die aus dem Vorjahr, das Schlafzimmer unter dem Titel „Wie man sich früher bettete“, ging nach Dabel zurück. Dort war im Austausch das alte Klassenzimmer. „Das finde ich sehr interessant, doch was die Sonderausstellung betrifft, ist Zeit für was Neues“, meint Antje Kühl. Nun geht es um Spielzeug aus vergangenen Zeiten. Das war 2007 schon zu sehen, doch manches sei hinzugekommen und der Fundus riesig. „Vielleicht können wir damit auch Familien mit Kindern oder Gruppen aus Kitas und Schulen mehr ansprechen“, so Kühl. Es werde aber altes Spielzeug, das irgendwo schlummert, noch gern zur Ergänzung der Ausstellung genommen. „Das gibt es hinterher garantiert zurück“, versichert die Museumsbetreuerin. So würden ein Brummkreisel oder eines der ersten, über Kabel ferngesteuerten Autos fehlen. „Altes Holzspielzeug und eine richtige Eisenbahn wären auch nicht schlecht“, fügt sie hinzu.

Eine Reihe schöner Stücke schmückt die Ausstellung bereits: ein Puppenwagen aus Holz, ein Puppenbett auf Rollen, ein Puppenhaus, zwei Kaufmannsläden, von denen einer beim Aufräumen auf dem Boden entdeckt und dem Museum zur Verfügung gestellt wurde, ein Spielkarussell und vieles mehr. Roller und Dreiräder aus Holz oder Hula-Hopp-Reifen sollen ihren Platz draußen finden und können von Kindern ausprobiert werden, kündigt Antje Kühl an.

Leider gäbe es kaum Informationen, aus welcher Zeit das Spielzeug stamme. „Vielleicht wissen Besucher was“, hofft Kühl. Oder die Sternberger Klönsnacker, die sich kürzlich mit alten Spielen beschäftigt haben und das noch fortsetzen wollen (SVZ berichtete), könnten vielleicht Wissenswertes zur Sonderausstellung beisteuern, so eine Überlegung im Heimatmuseum.

Dort soll die Ausstellung in Sachen Technik ausgedehnt werden. „Sternberger Bürger haben uns alte Bücher und Fotos von Burschenschaften gebracht, weil sie meinen, dass die hier gut aufgehoben sind“, erzählt Kühl. Es solle eine Referenz sein gegenüber dem einstigen Technikum, der Schule für Bauwesen zur Meister- und Ingenieurausbildung, die 1896 bis 1934 in dem Gebäude ihr Domizil hatte, in dem sich heute die Förderschule befindet.

Vor dem ersten Öffnungstag 2014 besuchte am Sonnabend bereits eine Gruppe des bundesweit 86 Mitglieder zählenden Heimatbundes Parchim das Museum in Sternberg. „Wir sind meist einmal im Jahr unterwegs, um den Landkreis zu erkunden“, sagte Vereinsvorsitzender Mark Riedel, der in der Uniform von Generalfeldmarschall Helmuth von Moltke schon beim Landesrapsblütenfest zu Gast war.

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