Trecker-Treck Jesendorf : Starke Boliden zogen um die Wette

Wie fabrikneu wirkten die Traktoren, mit denen ein Team aus Bastenrade anrückte. Fotos: Horst Kamke
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Wie fabrikneu wirkten die Traktoren, mit denen ein Team aus Bastenrade anrückte. Fotos: Horst Kamke

Beim Trecker-Treck in der Jesendorfer Kiesgrube waren starke Auftritte zu erleben / Wettpullen in 30 Fahrzeugklassen

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14. Juni 2015, 21:00 Uhr

Am vergangenen Wochenende erlebte das Traktorpulling-Spektakel in der Kiesgrube Jesendorf seine Zweitauflage. Der Organisationsteam um Renee und Daniela Fedtke aus Zurow erwartete rund 150 Fahrzeuge aus Schleswig-Holstein, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. „Es ist schön zu sehen, dass es außer mir noch mehr PS-Verrückte gibt“, freute sich Renee Fedtke. Ihn hatte es nach dem Restaurieren eines betagten Unimogs gepackt, als er Oldtimertreffen besuchte. „Das war Adrenalin pur.“

Bereits am Samstag reisten die ersten Schwergewichte an, entweder auf Anhängern oder aus eigener (Motor)Kraft. Ein Team aus Bastenrade brachte gleich vier Traktoren unterschiedlicher Leistungsklassen aus ehemaliger DDR-Fabrikation mit - allesamt hochwertig restauriert. „Wir stehen zu unserem teuren Hobby.“

Im Vorjahr hatten das Quartett sowohl in der Gewichtsklasse bis 4,5 Tonnen als auch bis 8,5 Tonnen gesiegt und zudem in der Klasse bis 5,5 Tonnen den dritten Platz belegt.

Beim diesjährigen Trecker-Treck wurden insgesamt 30 Wettkampfklassen aufgerufen. Für einen Claas „Serion“ war eine eigene Klasse bis 20 Tonnen geschaffen worden, weil es dem Fahrer zu umständlich war, für den Wettbewerb den Güllebehälter von seinem Traktor abzuschrauben. Kurzerhand dockten befreundete Traktoristen ihrerseits Zusatzgeräte an, um ebenfalls in dieser Gewichtsklasse an den Start gehen zu können.

Um 14 Uhr gab es dann eine Ausfahrt. Sie führte von der Kiesgrube aus über Jesendorf unter der Autobahn A 14 hindurch nach Bibow und von dort über die L 031 nach Neuhof und Dämelow. In Ventschow wurde eine Ehrenrunde um die Wohnblocks gedreht, bevor es zurück zur Kiesgrube ging. Viele Anwohner nutzten diese Gelegeheit, um Fotos von alten oder riesigen Zugmaschinen zu machen.

Ab 18 Uhr stellte Dieter Eckert als sachkundiger Moderator sämtliche teilnehmenden Fahrzeuge vor. Danach gab es ein so genanntes Show-Pulling – zum Warmlaufen für den Sonntag. Der anschließende Tanz im Festzelt war laut Renee Fedtke allerdings nur für die Teilnehmer bestimmt. Viele von ihnen hatten ihr Nachlager in der alten Kiesgrube aufgeschlagen, die zur Gemarkung Tarzow gehört. Klar, dass es bei einer derartigen Veranstaltung auch einen Teilemarkt gab.

Anstelle der Feuerwehren aus Jesendorf und Ventschow wie 2014 wurde der zweite Trecker-Treck nun von der Lübower Wehr abgesichert. Diese übernahm auch die Betreuung der Parkplätze, wofür sie die Gebühren einbehalten durfte. Die Glasiner Wehr hatte es übernommen, die Pullbahn abzusichern und die Zufahrt mit Wasser aus ihrem Tanklöschfahrzeug zu besprenkeln, um den Staub einzudämmen.

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