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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

21. November 2017 | 20:40 Uhr

Sternberg : Stadt zeigt sich in neuem Licht

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Neujahrsempfang in Sternberg diesmal mit Rückschau auf 25 Jahre erfolgreiche Entwicklung / 24 Millionen Euro für den Städtebau.

von
erstellt am 16.Jan.2015 | 17:02 Uhr

Anders als sonst wurde beim diesjährigen Neujahrsempfang am Donnerstagabend im Seehotel nicht auf ein Jahr zurückgeblickt, sondern auf ein Vierteljahrhundert. Bürgermeister Jochen Quandt skizzierte in seiner Ansprache 25 Jahre kommunale Selbstverwaltung in Sternberg, die durch ein demokratisches Miteinander von Stadtvertretung, Verwaltung sowie Bürgern geprägt sei und den Grundstein für die erfolgreiche Entwicklung der Stadt und ihrer Ortsteile bilde.

An ihrem Aufbau habe die Städtepartnerschaft mit Lütjenburg im Kreis Plön, die nun seit 25 Jahren besteht und weiterhin von vielen persönlichen Begegnungen lebt, maßgeblichen Anteil. Durch die frühen Kontakte habe er, so Quandt, seinen ersten Arbeitstag als Bürgermeister am 1. Juni 1990 nicht in Sternberg verbracht, sondern in Kiel beim damaligen Sanierungsträger für das Städtebauprogramm, von Anfang an der Schwerpunkt.


Mehr als 30 Vereine ehrenamtlich aktiv


Bis 2014 konnte Sternberg 24 Millionen Euro dafür aufwenden. Mit 17 Millionen bildeten Städtebaufördermittel von Bund und Land den Hauptanteil, sieben Millionen Eigengeld brachte die Stadt auf. Zwischen 1992 und 2005 seien alle Straßen der Altstadt saniert worden, angefangen mit der Pastiner Straße bis zum Komplex Großer Spiegelberg / Hirtenstraße / Hospitalstraße. Die Wallmauer sei in fünf Bauabschnitten zwischen 1994 und 2007 rekonstruiert worden. Seit November 2007 werde sie angeleuchtet, finanziert durch Spenden. Ein herzlicher Dank gehe an die mehr als 100 privaten Grundstückseigentümer, die ihre Häuser voll saniert oder modernisiert hätten. Die Sternberg Immobilien GmbH & Co. KG erneuerte 38 Wohngebäude, die „wegen jahrelangen Leerstands marode, teilweise verfallen, aber bauhistorisch wertvoll waren“. So habe die historische Altstadt ihr unverwechselbares Gepräge behalten bzw. zurück gewonnen. In diese Reihe gehöre auch die Sanierung der Stadtkirche.

Nadelöhr jeglicher Bautätigkeit sei 1990 die Abwasserbeseitigung gewesen. „In der gesamten Altstadt war das Baurecht praktisch ausgehebelt, denn die Kläranlage am Finkenkamp war weder ausreichend noch im freien Gefälle für Abwasser aus der Altstadt erreichbar“, erklärte der Bürgermeister. 1992 sei eine Erfahrung aus Lütjenburg genutzt und mit den Stadtwerken ein Eigenbetrieb gegründet worden. Seit 1994 seien die Preise stabil, für Abwasser 2,53 Euro pro Kubikmeter, für Trinkwasser ein Euro plus sieben Prozent Mehrwertsteuer. Im Rachower Moor sei ein Gewerbegebiet entstanden, am Finkenkamp das DRK-Seniorenzentrum sowie zwei Pflegeheime. Mittlerweile arbeiteten dort 150 Menschen. Mehr als 30 Vereine gestalten ehrenamtlich das kulturelle, sportliche und soziale Leben.

Das Engagement der Bürger nannte auch Innenminister Lorenz Caffier (CDU) in seiner Gastrede als Grundlage, um weiter voran zu kommen. Die Politik schaffe lediglich Rahmenbedingungen, die vor Ort ausgefüllt werden müssten. Vehement verteidigte Caffier die Kreisgebietsreform. Die sei schmerzhaft gewesen, auch für ihn persönlich, aber „richtig und wichtig“. Die demografische Entwicklung mache weitere Verwaltungsreformen notwendig, die auch unpopulär sein könnten. Es
gäbe in dieser Legislaturperiode aber keine Gesetzgebung für den Zusammenschluss von Kommunen. Vor Ort sei selbst zu entscheiden, „wie sich Gemeinden aufstellen“. Sternberg sei ein gutes Beispiel, wie ein Region zusammen und auf diese Weise voran komme.

Bei der Eröffnung des Neujahrsempfangs hatte Bürgervorsteher Eckhardt Fichelmann zunächst um eine Gedenkminute für die Opfer von Paris gebeten. Dann begrüßte er die Bürger der Stadt und ausdrücklich die aus den Ortsteilen Groß Raden, Sternberger Burg, Klein und Groß Görnow, Sagsdorf, Pastin, Neu Pastin, Gägelow und Zülow. Die vergangenen 25 Jahren seien „eine Erfolgsgeschichte“, mit ihr Träume und Wünsche in Erfüllung gegangen. Es habe auch Fehlschläge gegeben. Allen, die davon betroffen seien, wolle er Mut machen, nicht aufzugeben.

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