zur Navigation springen
Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

12. Dezember 2017 | 19:20 Uhr

Sternberg : Stadt ebnet Weg für neuen Markt

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die Sternberger Stadtvertretung fasst einen Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan in der Goethestraße. Aldi will nach vorn zum Mecklenburgring.

svz.de von
erstellt am 22.Sep.2014 | 17:47 Uhr

Die große Freifläche vor dem Aldi-Markt wirft bei Einwohnern immer wieder die Frage auf, was dort geschehen soll. Eine wichtige Antwort gab die Sternberger Stadtvertretung in ihrer jüngsten Sitzung. Einstimmig fasste sie einen so genannten Aufstellungsbeschluss für den B-Plan Nr. 19 in der Goethestraße. Das ist zunächst einmal eine Willensbekundung für das, was an der Stelle entstehen soll.

Jetzt ist der Eigentümer des Grundstücks, die Sallerbau GmbH aus Weimar, an der Reihe, einen Bebauungsplan zu erarbeiten. Vorgesehen ist der Neubau eines zeitgemäßen Aldi-Marktes. Zudem gibt es die Absicht, durch weitere Geschäfte an diesem Standort ein Vollsortiment anbieten zu können.

Aldi sei unzufrieden, dass der jetzige Markt in der zweiten Reihe liegt, fast ein wenig verborgen hinter Getränkemarkt, Fleischer und Floristikfachgeschäft „Blume mit Sti(e)l“. Der Discounter wolle von der Hauptstraße einsehbar und direkt zu erreichen sein. Außerdem entspreche das Gebäude nicht mehr dem heutigen unternehmerischen Konzept, erklärte Bürgermeister Jochen Quandt gegenüber SVZ. „Wer in neu gebaute Märkte kommt, etwa in Schwerin, sieht den Unterschied. Und natürlich wollen wir Aldi in Sternberg halten.“

In diesem Zuge solle der gesamte Komplex, eingeschlossen der Penny-Markt, zu einem Nahversorgungszentrum entwickelt werden. Mit der Landesplanung habe es bereits Vorgespräche gegeben, wie eine städtebauliche Lösung aussehen könne. „Die Stadt ist stark daran
interessiert, die Einkaufsmöglichkeit zu erhalten, zu verbessern und ihr eine Perspektive zu geben“, bekräftigt der Bürgermeister. Dafür wurden die Grundstücke der früheren Gärtnerei Todenhagen und die Fläche an der Bahnhofstraße neben der Feuerwehr dem geplanten Konzept zugeordnet. Seit zwei Jahren sei Sallerbau Eigentümer des Grundstücks und des Gebäudes.

Für die städtebauliche Entwicklung, so der Bürgermeister, bedürfe es eines Bebauungsplanes. Dessen Finanzierung laufe über den Investor. Dafür gäbe es einen städtebaulichen Vertrag. Der Stadt entstünden somit keine Kosten, sie bliebe aber „Herr des Verfahrens“, betont Quandt.

Mit dem B-Plan müsse es nun schnell gehen. Er werde für vier Wochen ausgelegt. Sowohl die so genannten Träger öffentlicher Belange als auch interessierte Bürger hätten in der Zeit Gelegenheit, Bedenken zu äußern, aber auch Hinweise und Anregungen zu geben.

Erst dann komme der Entwurf eines Abwägungsbeschlusses in die Stadtvertretung. Dabei werde geprüft, ob Einwände oder Hinweise berücksichtigt worden seien. Die Stadt verändere dann den Flächennutzungsplan zum Sondergebiet für Einzelhandel. Das sei allerdings nur noch „eine Formalie“, so der Bürgermeister. Bislang gelte der Komplex als Mischgebiet, was bis zu einer bestimmten Größe von Einzelhandel zulässig sei. Diese würde bei den neuen Plänen jedoch überschritten.

Für einen Baubeginn gäbe es noch keinerlei Termine. „In der Beziehung ist noch gar nichts passiert“, sagt der Bürgermeister. Der Neubau sei nahe zur Straße vorgesehen, davor der Parkplatz, der direkt vom Mecklenburgring befahrbar sein soll, etwa in Höhe der früheren Gärtnerei. Über die künftige Zu- und Abfahrt werde der B-Plan Auskunft geben. Gleichzeitig wolle Sallerbau den hinteren Bereich Richtung Altstadt aufwerten, damit der Markt von dort fußläufig erreichbar sei. „Als Stadt hatten wir das schon länger vor, es aber nicht geschafft“, räumt Quandt ein. Den Bewohnern der Altstadt, deren Zahl wieder stetig angestiegen sei, käme diese Lösung sehr entgegen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen