zur Navigation springen
Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

22. November 2017 | 03:13 Uhr

Brüel : Stadt Brüel macht bei Kita Druck

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Ein Jahr nach Einzug in das umgebaute Haus Am Mühlenberg kann Kapazität wegen Personalmangels nicht ausgeschöpft werden.

von
erstellt am 26.Jan.2015 | 23:51 Uhr

Die Kindertagesstätte der Volkssolidarität in Brüel würde gern mehr Steppkes aufnehmen. Der Bedarf ist da. Doch die Einrichtung darf es nicht. 180 Mädchen und Jungen werden derzeit in der Kita betreut: 21 in der Krippe, 83 im Kindergarten und 76 im Hort. Für weitere Kinder fehlt das Personal – deshalb bekommt die Volkssolidarität (VS) Kreisverband Mecklenburg Mitte als Träger nicht die angestrebte Betriebserlaubnis für 99 Kita- und 24 Krippenkinder (SVZ berichtete).

Ein Thema, das längst auch den Brüeler Sozialausschuss und die Stadtvertreter beschäftigt. So war von am Telefon weinenden Müttern zu hören, die eine Arbeitsstelle in Aussicht hatten, aber plötzlich nicht den zugesagten Kita-Platz in Brüel. „Wir bekommen Anrufe von Eltern“, hatte Bürgermeister Jürgen Goldberg auf der Stadtvertretersitzung in der Vorwoche informiert. Kann die Volkssolidarität ihren Betreuungsauftrag in Brüel denn überhaupt noch gerecht werden? Schon zum Ende des letzten Jahres hatte es eine Anfrage an das Brüeler Stadtparlament gegeben.


Seit Januar keine Leiterin mehr


Nun übt die Stadt Druck aus. Bürgermeister Jürgen Goldberg erinnerte auf der jüngsten Stadtvertretersitzung daran, dass „mit viel Mühe“ das Haus Am Mühlenberg hergerichtet wurde, aber die „innere Struktur nicht in Ordnung“ sei. „Gespräche Ende letzten Jahres mit der Volkssolidarität haben nur eine Tendenz gezeigt.“ Der Träger müsse gezwungen werden, zu handeln. Inzwischen fehle nicht nur Personal, was u. a. auch an der schlechten Bezahlung liege, „es gibt derzeit auch keine Leiterin“.

Über die Leistungen zu verhandeln, sei Sache von Träger und Landkreis, aber seit einigen Jahren vernachlässigt worden, so der Bürgermeister. Letztmalig verhandelt wurde 2011 für den Zeitraum vom 1. Juni 2011 bis zum 31. Mai 2012. Weshalb der Kostensatz, den Eltern und Stadt zu entrichten hätten, im Altkreis Sternberg der niedrigste in allen Kindertagestätten sei. Und das, obwohl die Betreuung aller Mädchen und Jungen von Kita und Krippe seit November 2013 in der umgebauten und sanierten Einrichtung auf Am Mühlenberg erfolge. Die alten Entgelte allerdings würden in keiner Weise die betriebsnotwendigen Aufwendungen für das neue Gebäude, das Inventar oder dessen Unterhaltung widerspiegeln. Ebenso müsse die Vergütung der Erzieherinnen erhöht werden, um einem Vergleich mit anderen Trägern standzuhalten, begründet die Stadtvertretung, warum sie jetzt nicht locker lässt. Die Problematik beschäftigt heute Abend auch den Brüeler
Sozialausschuss.

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Tageszeitung und auf Epaper. 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen