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Skispringen im Flutlicht : Sprung- und Rodelspaß in Brüel

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Vier Männer und eine Frau sausten am Sonnabend die 30 Meter lange Piste am Roten See auf Skiern herab. Zur Aprés-Ski-Party hatte Jörg-Peter Krüger eingeladen. Unter tobenden Applaus gaben die Sportler ihr Bestes.

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erstellt am 13.Feb.2012 | 10:36 Uhr

Brüel | Vier Männer und eine Frau sausten am Sonnabendabend die 30 Meter lange Piste am Roten See auf Skiern herab. Zur Aprés-Ski-Party unter Flutlicht hatte Blockhüttenwirt Jörg-Peter Krüger eingeladen. Unter tobenden Applaus gaben die Winter-Sportler ihr Bestes.

Die Wochenendkarte für das Ski-Alpin-Center in Wittenburg sicherte sich Meiko Baustian. Der Brüeler erreichte beim Sprung von der Schnee-Schanze eine Weite von 11,87 Metern und verwies Knud Wiechmann mit 10,36 Metern auf Rang zwei. Der Lübower Thomas Güther verbuchte mit 8,50 Meter Platz drei für sich vor Birgit Göhler mit 7,89 Meter. Die Rangvierte verwies Gastgeber und Aprés-Ski-Fan Krüger, mit knappen drei Zentimetern Vorsprung, auf Platz fünf. "Absprung und Landung zählt. Wie ist egal, ob auf dem Po oder im Stand landend", sagte er.

Klar, dass Krüger es sich nicht nehmen ließ, die Skier anzuschnallen und als Einziger in seiner Altersklasse, über 50, den schneebedeckten Hang abzufahren. Dabei machte er eine gute Figur, nutzte er doch den Heimvorteil und übte schon mal am Tage die Abfahrt. "Durch den Frost bildete der Schnee eine glatte Oberfläche und gleitet gut. Da muss man aufpassen", so der 51-Jährige. Die Idee zu der Ski-Veranstaltung kam ihm spontan, als er von einem Winterurlaub vor zwei Jahren zurückkehrte und die Bretter noch im Gepäck waren.

So lud er am vergangenen Sonnabend zum zweiten Mal zur Pisten-Party ein. Dem Aufruf folgte auch Birgit Göhler. Die Sternbergerin schob bereits am Tage die Hockey-Kelle über den Witziner Mühlensee beim Eishockey-Turnier. "Ich bin hier beim Skispringen das zweite Mal dabei und habe Spaß daran", erzählt die 40-Jährige, die in Begleitung ihrer Tochter kam. Vor zwei Jahren stand sie erstmals auf Skiern und ist dabei geblieben. Seitdem genieße sie den Winterurlaub.

Thomas Güther hatte von der Gaudi von einem Kollegen und im Radio gehört und reiste aus Lübow an. Er ist viel auf Skiern unterwegs im Vogtland, wuchs er doch dort auf, und kennt auch das Alpin-Center Wittenburg recht gut. Wie alle anderen trat auch er den Aufstieg für drei Durchgänge nach oben an - ganz aus der Puste und die Bretter unter den Arm.

Für eine glatte Bahn sorgte Lutz Reinsch. Mit einer Harke glättete er die Spuren der Springer. Andreas Edem maß die Sprungweiten der Sportler. Für gute Unterhaltung und lockere Musik stand DJ Börny am Regler.

"Ich mach hier zum ersten Mal mit. Peter hat mich angerufen. Naja und da ich sonst auch beim Eishockey dabei bin, hab ich zugesagt", so der Erstplatzierte Baustian. Seit 20 Jahren schnallt er sich die Winterbretter unter die Füße, wenn Schnee liegt. Reist in den Wintersport nach Österreich und saust dort die Langlauf-Pisten entlang.

Knud Wiechmann vom Angelverband in Brüel hat in der Zeitung von der Party gelesen und sich nicht nehmen lassen, beim Ski-Spaß dabei zu sein.

Viel Vergnügen hatten auch die jungen Besucher Ferdie, Jonathan, Felix, Carl und Emma. Sie hatten es sich auf einem Schlitten bequem gemacht. Nach dem Abfahrts-Springen wurde die Piste für die Jüngsten freigegeben. Die flitzten mit Schlitten und Porutscher unentwegt den Schneehang hinab.

Andrea Sielaff war mit Freundin Silke Thiel gekommen. Sie verbrachten einen gemütlichen Abend. Die Brüelerinnen fanden die Stimmung super und lobten den Ideenreichtum von Jörg-Peter Krüger. Der schnappte sich seine Sprungkameraden und lud sie auf einen heißen Caipirinha ein.

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