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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. November 2017 | 13:25 Uhr

Sternberg : Sportlich in die nächsten 25 Jahre

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Ein herzliches Treffen gab es zum runden Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Sternberg und Lütjenburg.

von
erstellt am 11.Jan.2015 | 18:44 Uhr

Die herzliche Umarmung zwischen Wilhelm Bittermann und Volker Zillmann sagte alles. Zwei Männer aus Sternberg und Lütjenburg, die vor gut 25 Jahren nichts voneinander wussten, freuten sich riesig über ihr Wiedersehen, als hätten sie sich schon ewig gekannt.

Zillmann saß in dem Bus aus Lütjenburg, der am 30. Dezember 1989 zum ersten Mal nach Sternberg kam, ein Dreivierteljahr vor der deutschen Einheit. Diese Fahrt war der Anfang einer Städtepartnerschaft, die nun ein Vierteljahrhundert lebt. Aus diesem Anlass machte sich am Sonnabend erneut ein großer Reisebus aus der Stadt im Kreis Plön, die rund 5500 Einwohner hat, auf den Weg. Dabei mit Volker und Sigurd Zillmann, Melitta Knoop, Helga Lemke, Jochen Sauvant und Klaus Vollstedt auch sechs Teilnehmer von damals.

Sternbergs Bürgermeister Jochen Quandt zeichnete die Stadtentwicklung seit 1990 nach, und die Gäste besichtigten Sternberg samt Kirchenführung. Am Nachmittag kam es bei Kaffee und Kuchen im Seehotel zu Gesprächen mit zahlreichen Sternbergern.

Eingefädelt wurde die Städtepartnerschaft von den beiden Zillmanns, Jahrgang 1937 und 1939. einer Bürgervorsteher, der andere CDU-Vorsitzender im Kreis Plön. Sie starteten in ihrer Kommune noch vor Weihnachten 1989, als niemand die weitere Entwicklung kannte, geschweige denn an eine so schnelle deutsche Vereinigung dachte, einen Aufruf. Ein Bus sei schnell voll gewesen, erinnert sich Sigurd Zillmann. Er habe sich Kontaktdaten von Kreisvorsitzenden der Blockparteien in der DDR beschafft und sei bei Jochen Quandt gelandet, seinerzeit kein Bürgermeister, aber CDU-Kreischef. Dann sei es Schlag auf Schlag gegangen und er am 27. Dezember mit seiner Frau spontan zu Quandt gefahren. Dieser habe Bruno Pischel dazu gebeten.

In drei Tagen wolle ein voller Bus aus Lütjenburg kommen. Im Musikzimmer des ehemaligen Kulturhauses fand das erste Städtetreffen statt. Und es hätten sich zwanglos Gesprächsgruppen gebildet, erinnern sich die Protagonisten. Einen Gegenbesuch statteten schon am 13. Januar 1990 Quandt und Pischel sowie Eckhardt Fichelmann, Walter Ratke und Wolfgang Sagasser ab. Darauf hin entstanden Sternberger Fachkommissionen: Bau, Architektur und Altstadtsanierung, Gesundheits- und Sozialwesen, Handwerk und Gewerbe Umweltschutz, Schule und Pädagogik, Landwirtschaft und Kommunale Selbstverwaltung. „Wir haben nur Informationen entgegen genommen. Doch nach den Kommunalwahlen im Frühjahr erwiesen die sich als sehr wertvoll“, blickt Jochen Quandt zurück. Olaf Steinberg, heute stellvertretender Bürgermeister und Kreistagspräsident, absolvierte in Lütjenburg seine Verwaltungsausbildung.

Bei den Besuchen habe niemand im Hotel gewohnt, sondern jeder bei privaten Gastgebern. Dadurch seien persönliche Freundschaften entstanden. Die sieht Dirk Sohn, seit zwei Jahren Bürgermeister in Lütjenburg, auch heute als entscheidend für den Bestand der Partnerschaft. Beide Städte seien längst auf Augenhöhe, „mindestens“, fügt Sohn hinzu. „Inzwischen hole ich mir auch Rat in Sternberg.“ Zum Beispiel, wie die umliegenden Gemeinden von der Stadt hauptamtlich verwaltet werden. „Eine vernünftige Lösung, die es in Lütjenburg nicht gibt. Dabei ist uns Sternberg weit voraus“, sagt Sohn und hofft auf weitere 25 Jahre. Das sei ein sportliches Ziel, aber wenn der Generationswechsel gelinge, durchaus realistisch.

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