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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

23. November 2017 | 16:16 Uhr

Brüel : Spielend in Brüeler Natur lernen

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

1. NaturerlebnisFestival fand gestern am Roten See statt.

von
erstellt am 23.Aug.2014 | 07:46 Uhr

„Wie groß ist die kleinste Wildbiene?“ „Wie eine Ameise“ – war die prompte und richtige Antwort von Tom auf die Frage von Rita Klammer am Stand des Bienenvereins Sternberg und Umgebung. Der 13-Jährige wohnt wie seine Schwester Emely (9) nahe Hamburg und ist Ferienkind bei Oma Monika Schmuhl in Brüel. Die drei waren gestern zum Roten See gekommen und sahen sich interessiert an den verschiedenen Stationen auf dem 1. NaturerlebnisFestival um.

Das tat auch Alessandro Becker, der aber auch „Oma beim Arbeiten hilft“, wie der Sechsjährige verriet. Monika Döbel leistet ihren Bundesfreiwilligen Dienst beim Imkerverein und betreute einen Stand. Wobei Alessandro auf jeden Fall noch den tollen Spielplatz ausprobieren wollte, kündigte er an. Zum Festival der Elemente rund um Feuer, Wasser, Erde und Luft luden Martina Lange-Görns und Britta van Hoorn ein. „Die Bedingungen hier am See sind sehr schön“, so Lange-Görns. Die beiden Frauen aus Kiel und Hamburg mischten u. a. mit Kindern aus Lehm, Samen und Wasser Samenbomben oder bauten aus Kichererbsen und Zahnstocher einen Palast der Winde. „Die Kinder kennen die Elemente. Bei uns können sie auf eine andere Art in Kontakt zu ihnen kommen“, erklärte van Hoorn. Gestern waren die Frauen zudem als FlatterRatta und LuftiTussi zu erleben.

Beide arbeiten freiberuflich als Natur-Spiel-Pädagogen und sind Mitglied im NaturNetzwerk Verein zur Förderung der Natur- und Waldpädagogik in MV. Im Verein haben sie Rita Klammer kennen gelernt und waren so zum Festival nach Brüel gekommen

Richtig viel Bewegung herrschte inzwischen auf dem Erlebnis-Abenteuerspielplatz. Die Einweihung des Thronsaals war denn gestern auch ein Höhepunkt auf dem Festival. „Möglich wurde der nur dank der Unterstützung durch die Naturparkranger und Andreas Wolf, der bei uns seinen Bundesfreiwilligen Dienst leistet. Er ist begnadet, was Holzarbeiten betrifft“, freut sich Rita Klammer. Mit dem Thronsaal konnte der dritte Abschnitt des Spielplatzes fertig gestellt werden. Sie wünsche sich, so Klammer, dass der Spielplatz noch weiter wachse. „Hier ist noch viel Platz. Der Spielplatz kann normal genutzt werden oder außerunterrichtlicher Bildungsstandort im Naturpark sein“, zeigte sie sich überzeugt. Das Naturerlebnis Festival sei eine runde Sache und eine gemeinsame Aktion von Naturerlebnis- und Waldpädagogen, Förderverein Naturpark und Naturpark mit dem Ziel, „uns bekannt zu machen. Viele junge Leute bieten außerunterrichtlich Naturerlebnispädagogik an, die für Familien- oder Stadtfeiern, für Schulen und Kitas gut geeignet ist“, erklärte Rita Klammer.

Einen besseren Abschluss hätten sich wohl auch die Teilnehmer des dritten internationalen Workscamp in Brüel nicht vorstellen können. Wie SVZ berichtete, arbeiteten und wohnten in den vergangenen zwei Wochen zwölf Studenten aus acht Ländern in Brüel, packten u. a. beim Spielplatz tüchtig mit an und halfen ebenso bei der Vorbereitung des Festivals. Heute fahren die Studenten wieder nach Hause.

„Der Rote See bietet sich für so eine Veranstaltung gut an. Viele beteiligen sich. Da steckt ein großer Aufwand dahinter“, erklärte Bürgermeister Jürgen Goldberg, der sich an den Stationen umschaute. Er finde es gut, dass es solche Initiativen gebe und „so ein Festival ist gut für das Image der Stadt und der Region“.


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